Panorama

Herrmann kippt mit Bagger umMcAllister geht unfreiwillig baden

15.05.2012, 16:53 Uhr
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Der Ministerpräsident (ganz rechts) hatte die Funktion des Steuermannes übernommen. (Foto: dapd)

Zuerst sorgt Bayerns Innenminister Herrmann für Lacher, als er bei einem "ersten Spatenstich" mit einem Bagger umkippt. Dann kentert gleich ein Großteil der niedersächsischen Regierung mit einem Drachenboot und findet sich 500 Meter vom rettenden Ufer im Wasser wieder.

Die Aktion sollte etwas Abwechslung in die Klausurtagung der CDU-Fraktion bringen: Ministerpräsident David McAllister (CDU) und seine Kollegen fuhren auf einem Drachenboot auf das Zwischenahner Meer hinaus. Allister selbst saß als Steuermann ganz vorne, gab mit einer Trommel den Takt vor. Mit dabei waren auch die Abgeordneten der FDP.

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Der Bagger, den CSU-Politiker Hermann kippen ließ, hat nun eine gebrochene Frontscheibe. (Foto: dapd)

Dann kippt das Boot, McAllister und seine knapp 20 Kollegen landen im Wasser. Unter ihnen auch mehrere Regierungsmitglieder: Sozialministerin Äygül Özkan, Wirtschaftsminister Jörg Bode (FDP) und Kultusminister Bernd Althusmann. Augenzeugen berichten, dass die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) die Politiker an der Stelle des Zwischenfalls, 500 Meter vom Ufer entfernt, aus dem Wasser zog.

Nach dem ersten Schreck hätten aber alle belustigt auf das Bad im kalten Meer reagiert. Auch größere Schäden gab es nicht zu vermelden - lediglich Kultusminister Althusmann habe über den Verlust seiner Zigaretten geklagt.

Weiterer Unions-Politiker im Pech

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Der Minister kam nur mit Hilfe aus dem Baufahrzeug. (Foto: dpa)

Auch Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hatte kein Glück mit einem ungewohnten Fahrzeug: Er kippte mit einem 40 Tonnen schweren Bagger um und wurde leicht verletzt. Der Vorfall ereignete sich beim symbolischen ersten Spatenstich für eine Umgehungsstraße im bayrischen Kempten, sagte ein Ministeriumssprecher.

Beim Ausheben einer Schaufelladung vor Publikum sei anscheinend eine Kette des Baggers im durchweichten Boden eingesunken, weshalb das Fahrzeug mit dem Minister umgekippt sei. Hermann konnte sich anschließend mit Hilfe seiner Leibwächter durch eine zersplitterte Scheibe ins Freie retten. Bei dem Unfall zog sich der Minister nach Angaben seines Sprechers leichte Schürf- und Schnittverletzungen an Händen und Gesicht zu. Außerdem prellte er sich den linken Fuß.

Herrmann nahm den Vorfall gelassen. Als das Führerhaus kaputtgegangen sei, habe er sich schon gefragt, wann das Kippen aufhöre, sagte der dem Bayrischen Rundfunk. Aber der ausgefahrene Baggerarm habe die Bewegung ja gestoppt. In Zukunft werde er bei ähnlichen Terminen aber lieber auf einen Bagger verzichten. "Ich glaube, den nächsten Spatenstich machen wir wieder ganz klassisch - mit dem guten bayrischen Spaten", sagte er.

Quelle: ntv.de, che/dpa