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Das dänische Meteoriten-Fragment wird nun an der Universität von Kopenhagen untersucht.
Das dänische Meteoriten-Fragment wird nun an der Universität von Kopenhagen untersucht.(Foto: Emil Hougaard Bertelsen, epa/dpa)

Busfahrer stirbt mysteriösen Tod: Meteorit erschlägt Inder

Tragische Sensation in Indien: Im Süden des Landes verliert ein Mann durch ein herabstürzendes Objekt sein Leben. Sollte es sich tatsächlich um einen Gesteinsbrocken aus dem All handeln, wäre der Fall einmalig in der Menschheitsgeschichte.

In Indien soll ein Mann von einem Meteoriten erschlagen worden sein - zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit. Behördenvertreter gehen davon aus, dass ein vom Himmel gefallenes Objekt, das im südlichen Bundesstaat Tamil Nadu einen Busfahrer tötete, tatsächlich ein Meteorit war. Ein Forscher mahnte jedoch eine genaue Untersuchung des Gesteinsbrockens an.

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"Ein Meteorit stürzte auf eine private Ingenieursschule (...) und tötete einen Busfahrer der Schule", erklärte der Premierminister des Bundesstaates, Jayalalithaa Jayaram. S.P. Rajaguru, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Indischen Institut für Astrophysik in Bangalore, sagte, dies sei durchaus möglich. Allerdings seien noch weitere Untersuchungen nötig.

Handelt es sich um Weltraumschrott?

Beim Absturz des bläulichen Objekts waren Fensterscheiben zerborsten und ein großer Krater entstanden. Laut Rajaguru könnte es sich theoretisch auch um Weltraumschrott gehandelt haben. Sollte sich jedoch herausstellen, dass es tatsächlich ein Meteorit war, wäre es laut dem Wissenschaftler der erste derartige Todesfall weltweit.

Ein Meteorit ist ein Meteor, der nicht in der Atmosphäre verglüht und auf der Erdoberfläche einschlägt. "Viele Meteore erreichen die Erdoberfläche nie und verglühen beim Eintritt in die Atmosphäre", sagte der Wissenschaftler. "Es ist sehr selten, dass sie auf der Erde einschlagen, und es gab in der Geschichte noch keinen solchen Todesfall."

Spektakel in Norddeutschland

Auch nahe der dänischen Hauptstadt Kopenhagen sind am Wochenende Teile eines Meteoriten auf die Erde herabgestürzt. Eine Familie in Ejby bei Glostrup habe ein Stück des Himmelskörpers - "etwa so groß wie ein Golfball" - vor ihrem Haus entdeckt, sagte Johan Uldall Fynbo von der Universität Kopenhagen.

Auf der dänischen Insel Seeland, auf der die Hauptstadt liegt, habe man auch einen Knall hören können, sagte Uldall Fynbo: "Es hat sich angehört wie ein Gewitter." Bis nach Norddeutschland hatten Menschen eine helle Leuchterscheinung am Himmel beobachtet. Vor allem auch aus dem Raum Rostock schilderten Augenzeugen in den sozialen Netzwerken ihre Beobachtungen.

Wie die "Ostsee-Zeitung" berichtete, hatten sie kurz nach 22.00 Uhr den verglühenden Himmelskörper gesehen, der einen langen grünlichen Schweif hinter sich hergezogen habe. Einige der Augenzeugen äußerten die Vermutung, dass Teile des Meteoriten auch in Mecklenburg-Vorpommern niedergegangen oder in die Ostsee gestürzt sein könnten.

Vor fast genau sieben Jahren hatte ein ähnliches Ereignis im Nordosten für Schlagzeilen gesorgt. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Ritzau tauchten weitere Stückchen des aktuellen Meteoriten auf einem Parkplatz in Herlev westlich von Kopenhagen auf. Zusammen wögen die Steine ein halbes Kilo, sagte Daniel Wielandt vom Geologischen Museum dem Fernsehsender TV2.

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Quelle: n-tv.de

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