Panorama

Überprüfung "nicht zumutbar"Polizei: Kondom-Kontrolle ist nicht machbar

07.02.2015, 11:20 Uhr
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Die Polizeigewerkschaft stellt sich gegen eine Kontrolle der Kondompflicht. (Foto: picture alliance / dpa)

Das neue Gesetz zum Schutz der Prostituierten ist ausgehandelt - doch es stößt auch auf Widerstand: Die Polizeigewerkschaft wehrt sich gegen die Kondomkontrollen bei Freiern. Eine solche Überprüfung sei schlicht "nicht zumutbar".

Polizeibeamte sehen sich nach Angaben ihrer Gewerkschaft außerstande, die angekündigte Kondompflicht in Bordellen zu überprüfen. "Es ist keinem Menschen zumutbar zu kontrollieren, ob ein Freier im Puff ein Kondom trägt oder nicht", sagte der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, der "Bild"-Zeitung. Die Kondom-Pflicht sei absolut lächerlich.

Stattdessen forderte er den Bundestags-Innenausschuss auf, nach Gültigkeit des Gesetzes "die Freier persönlich zu kontrollieren". Bei einem Verstoß gegen die Kondompflicht sollen nicht die Prostituierten bestraft werden, sondern allenfalls die Freier und die Bordellbetreiber. Die Opposition kritisierte das Vorhaben als Symbolpolitik.

Die große Koalition hatte sich in dieser Woche auf ein Gesetz zum Schutz von Prostituierten vor Gewalt, Ausbeutung und Krankheiten geeinigt. Es sieht vor, Prostituierten eine regelmäßige medizinische Beratung vorzuschreiben. Außerdem wird für die Eröffnung eines Bordells eine Erlaubnispflicht eingeführt, wie auch eine Anmeldepflicht für Prostituierte. Zudem sollen entwürdigende Praktiken wie "Flatrate-Sex" verboten werden.

Quelle: ntv.de, hla/dpa

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