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Das Online-Portal "zanzu.de" will ein niedrigschwelliges Angebot sein.
Das Online-Portal "zanzu.de" will ein niedrigschwelliges Angebot sein.(Foto: Screenshot zanzu.de)

Sexualkunde für Flüchtlinge: Webseite will Migranten aufklären

In Sachen Freizügigkeit dürften viele Flüchtlinge bei ihrer Ankunft in Europa einen Kulturschock erleben: In ihren Heimatländern ist Sexualität oft ein Tabu-Thema, Sexualkundeunterricht in der Schule findet nicht statt. Abhilfe schaffen soll ein neues Online-Portal.

Wie wichtig Beckenbodenmuskeln für guten Sex sind, warum man sich trotz einer Beziehung in eine andere Person verliebt oder wer bei sexueller Belästigung helfen kann: Mit Antworten auf solche Fragen richtet sich ein neues Online-Portal vor allem an Flüchtlinge. In insgesamt 13 Sprachen, darunter auch Deutsch, klärt die Homepage "Zanzu" über Körper und Sexualität auf.

"Zanzu" ist ein Angebot der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Der Hintergrund: In vielen Ländern wird Sexualkunde nicht unterrichtet - oder Sex ist gar ein Tabu-Thema. "Vor allem zu uns geflüchtete Menschen, die noch nicht lange in Deutschland leben, erhalten hier einen diskreten und direkten Zugang zu Wissen in diesem Bereich", sagt Elke Ferner, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesfamilienministerium. Nutzer können sich auch informieren, welche Rechte und Gesetze in Deutschland gelten, wie das Gesundheitssystem funktioniert und wo es Beratungsstellen gibt.

Wer nicht lesen kann, kann sich die Inhalte durch einen Klick vorlesen lassen. Demnächst soll es Informationen auch in Gebärdensprache geben. "Zanzu" ist seit dem 25. Februar online. Ein nationales und internationales Beratungsgremium, in dem auch die WHO vertreten war, begleitete das Projekt.

Quelle: n-tv.de

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