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Männliche Fruchtbarkeit außer Gefecht setzen: Ein Brandenburger hat eine Verhütungsmethode entwickelt, die Mann per Klick an- und ausschalten kann.
Männliche Fruchtbarkeit außer Gefecht setzen: Ein Brandenburger hat eine Verhütungsmethode entwickelt, die Mann per Klick an- und ausschalten kann.(Foto: imago/Science Photo Library)

Spermienfluss an- und abschalten: Wird Verhütung bald Männersache?

Um unerwünschte Nebenprodukte seiner Triebe zu verhindern, kann Mann entweder zu Kondomen greifen oder sich die Samenleiter durchtrennen lassen. Das könnte sich bald ändern. Ein Brandenburger präsentiert den Bimek SLV - damit funktioniert Verhütung auf Knopfdruck.

Die Einführung der Antibabypille hat unseren Sex revolutioniert. Mehr als ein halbes Jahrhundert später gibt es eine stattliche Anzahl von Verhütungsoptionen - zumindest für die Frau. Einem Mann hingegen stellen sich dagegen wenige Alternativen, um die unerwünschten Nebenprodukte lustvoller Triebe zu verhindern: Da wäre der überhaupt nicht sichere Coitus interruptus, die halbwegs sicheren, dafür aber lästigen Kondome oder die zuverlässigste aller Methoden: die Sterilisation.

Und so sieht der Bimek SLV aus. An den Samenleitern angebracht unterbricht er in geschlossenem Zustand den Fluss der Spermien.
Und so sieht der Bimek SLV aus. An den Samenleitern angebracht unterbricht er in geschlossenem Zustand den Fluss der Spermien.(Foto: Screenshot Vimeo: Die neue Verhütung für den Mann)

Geht es nach Clemens Bimek, könnten diese Verhütungsmethoden bald überflüssig sein. Der Tischler aus Brandenburg entwickelte in seiner Freizeit eine Verhütungsmethode für den Mann, die sich je nach Lust und Bedarf ein- und ausschalten lässt. Der 48-Jährige erfand das Samenleiterventil.

Dabei handelt es sich um ein kleines Gerät von der Größe eines Gummibärchens mit Wippschalter. Es sitzt direkt am Samenleiter und reguliert dort den Spermienfluss. Der Träger kann den Schalter von außen am Hodensack ertasten und selbst betätigen.

Erfinder sucht Tester für Bimek SLV

Nachdem Bimek seine Erfindung mit dem Namen Bimek SLV jahrelang geheim gehalten hat, wendet er sich nun an die Öffentlichkeit. Da er bislang der einzige Mann ist, der sich seinen Prototyp in die Hoden implantieren lassen hat, sucht er nun weitere Versuchskaninchen.

Die Implantation der kleinen Kästchen geschieht in einer halbstündigen Operation mit örtlicher Betäubung. Der Eingriff ähnelt einer Vasektomie. Nach dem Durchtrennen der Samenleiter werden beide Enden wieder mit dem Ventilkörper verbunden und im Hodensack verstaut.

Da jeder Mann natürlich auch bei seinem Samenleiter ganz individuell beschaffen ist, gibt es das Bimek-Implantat in den Größen XS, S, M, L und XL. Mittlerweile ist das Samenleiterventil weltweit patentiert und fertig entwickelt. In spätestens drei Jahren hofft Bimek sollen die Samenleiterventile auf dem Markt sein. Ab einer Investition von umgerechnet 1250 Euro kann man sich hier auch schon heute sein eigenes Bimek SLV als Vorbestellung sichern.

Quelle: n-tv.de

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