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Der syrische Machthaber Baschar al-Assad.
Der syrische Machthaber Baschar al-Assad.(Foto: AP)

"Fehlgeleitete" Politik: Assad macht Frankreich mitverantwortlich

Viele Nationen und Menschen zeigen sich nach den Anschlägen von Paris solidarisch mit Frankreich und den Opfern. Ausgerechnet Syriens Machthaber Assad gibt dem Land jedoch eine Mitschuld an den Taten - wegen seiner Politik.

Der syrische Machthaber Baschar al-Assad hat Frankreich für die Anschläge in Paris mitverantwortlich gemacht. Die "fehlgeleitete" französische Politik unter anderem in Syrien habe "zur Verbreitung des Terrorismus" beigetragen, sagte Assad nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur Sana. Dieser Terrorismus stehe auch hinter den Anschlägen von Paris.

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"Die Frage, die heute in ganz Frankreich gestellt wird, ist, ob Frankreichs Politik der vergangenen fünf Jahre richtig war", sagte Assad weiter. "Die Antwort ist 'Nein'". Frankreichs Präsident François Hollande müsse seine Politik ändern. Assad äußerte sich laut Sana bei einem Treffen mit französischen Parlamentariern.

Luftangriffe in Syrien

Frankreich ist Teil der US-geführten Militärkoalition, die im Irak und seit September auch in Syrien Luftangriffe gegen den Islamischen Staat (IS) fliegt. Zudem unterstützt Paris wie der gesamte Westen die gemäßigte Opposition in Syrien und dringt darauf, dass Assad die Macht abgibt. Einer der Täter in der Konzerthalle Bataclan soll sein Handeln nach Zeugenangaben mit den Luftangriffen in Syrien begründet haben.

Der französische Präsident Hollande hatte den IS für die Tat verantwortlich gemacht und von einem "Kriegsakt" gesprochen. Zudem wurde im Internet eine Erklärung verbreitet, in der sich der Islamische Staat zu den Angriffen in Paris bekennt.

Gleichzeitig drohte die Terrormiliz Frankreich mit weiteren Anschlägen. "Dieser Überfall ist nur der erste Tropfen Regen und eine Warnung", heißt es in einer Botschaft im Namen des IS.

Bei koordinierten Anschlägen in Paris waren in der Nacht mindestens 128 Menschen getötet und rund 250 weitere verletzt worden. Viele von ihnen schweben noch in Lebensgefahr.

Quelle: n-tv.de

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