Politik
Der syrische Präsident Baschar al-Assad gab der spanischen Zeitung "El País" ein Interview.
Der syrische Präsident Baschar al-Assad gab der spanischen Zeitung "El País" ein Interview.(Foto: REUTERS)

Interview mit spanischer Zeitung : Assad spricht über Waffenruhe

Der syrische Präsident Baschar al-Assad hat sich unter bestimmten Bedingungen zu einem Waffenstillstand in dem vom Bürgerkrieg zerrissenen Land bereiterklärt. Allerdings dürften "Terroristen" diese nicht ausnutzen.

Der syrische Präsident Baschar al-Assad hat sich unter Bedingungen "bereit" zu einer Waffenruhe in seinem Land erklärt. Diese dürfe aber nicht von "den Terroristen" ausgenutzt werden, um ihre Stellung zu verbessern, sagte Assad in einem Interview mit der spanischen Zeitung "El País".

Video

Zudem müssten andere Länder, "vor allem die Türkei", daran gehindert werden, "mehr Rekruten, mehr Terroristen, mehr Waffen oder jegliche Art von logistischer Unterstützung für diese Terroristen" zu schicken, sagte Assad weiter. Die Führung in Damaskus bezeichnet alle Rebellengruppen als "Terroristen".

Im Norden Syriens haben die Regierungstruppen eine Offensive gestartet, die zehntausende Menschen aus der Region Aleppo in die Flucht getrieben hat. Dabei werden Assads Truppen durch russische Luftangriffe sowie von Kämpfern aus dem Iran und der libanesischen Hisbollah-Miliz unterstützt.

"80 Länder unterstützen Terroristen"

Die Unterstützung durch Russland und den Iran sei "wesentlich" für den Vormarsch seiner Truppen, sagte Assad dem Blatt. Sein Land brauche diese Hilfe, weil 80 Länder die Terroristen auf verschiedene Weise unterstützten. Einige Länder gäben den Oppositionskräften "direkte Hilfe - mit Geld, logistischer Unterstützung, Waffen oder Kämpfern", sagte Assad. Bei anderen Ländern gehe es um "politische Unterstützung in verschiedenen internationalen Foren".

Russland hatte zuvor der syrischen Armee weitere militärische Unterstützung zugesichert. Moskau setze seine "konsequente Linie" fort, den syrischen Streitkräften bei ihren "offensiven Aktionen gegen Terroristen und terroristische Organisationen" zu helfen, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow.

Angesichts der andauernden Kämpfe in Syrien setzte sich US-Außenminister John Kerry am Samstag bei seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow erneut für eine rasche Feuerpause ein. In einem Telefongespräch mit Lawrow verurteilte Kerry erneut die russischen Luftangriffe zur Unterstützung der syrischen Regierungsarmee, die auch Zivilisten treffen, wie ein Sprecher Kerrys mitteilte. Beide sprachen demnach auch über die diplomatischen Bemühungen um eine Lösung für den Syrien-Konflikt sowie über humanitäre Hilfe für die Bevölkerung.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen