Politik
David Cameron gibt den Befehl zum britischen Eingreifen in Syrien.
David Cameron gibt den Befehl zum britischen Eingreifen in Syrien.(Foto: picture alliance / dpa)
Montag, 07. September 2015

Cameron macht Drohung wahr: Briten attackieren IS in Syrien

Im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) wird nun auch Großbritannien in Syrien aktiv. Premierminister Cameron bestätigt einen Drohnenangriff. Das Unterhaus will er später über einen Militäreinsatz abstimmen lassen.

Im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat nun auch Großbritannien in Syrien eingegriffen. Premierminister David Cameron gab bekannt, dass die Royal Air Force Ende August erstmals IS-Stellungen im Bürgerkriegsland attackierte.

Vor dem Unterhaus in London sagte Cameron, bei dem Drohnenangriff in der Nähe von Raka am 21. August seien drei IS-Kämpfer getötet worden, zwei davon Briten. Bei dem "Präzisionsangriff" auf ein Fahrzeug sei unter anderem der britische IS-Kämpfer Reyaad Khan getötet worden.

Zuvor hatte es in London Forderungen gegeben, die Luftangriffe der britischen Streitkräfte vom Irak auf Syrien auszuweiten. Vor allem konservative Parlamentarier waren dafür, Cameron bereitete den Schritt schon seit Monaten rhetorisch vor. Vor zwei Jahren hatte der Premier eine Niederlage im Unterhaus erlitten, weil die Abgeordneten Luftschläge gegen die Truppen des syrischen Machthabers Baschar al-Assad ablehnten.

Frankreich erwägt Luftangriffe  

Auch Frankreich will sich in Syrien militärisch engagieren. Die französische Armee werde ab Dienstag Aufklärungsflüge starten, kündigte Präsident Francois Hollande an. Diese könnten die Grundlage für spätere Luftangriffe auf IS-Stellungen bilden.

"Wir haben Beweise dafür, dass von Syrien aus Angriffe auf mehrere Länder, darunter auch Frankreich, geplant wurden", begründete Hollande den Militäreinsatz. Die Entsendung von Bodentruppen schloss der Staatschef aus.

Derweil prüft Griechenland auf Bitten der USA eine Sperrung seines Luftraumes für russische Hilfsflüge nach Syrien. Hintergrund sind angebliche Vorbereitungen für einen russischen Militäreinsatz in dem Bürgerkriegsland, die die USA nach Angaben aus Regierungskreisen entdeckt haben. Russland ist einer der letzten Verbündeten von Präsident Assad, dessen Truppen immer mehr Gelände sowohl an den IS als auch an andere Gruppierungen verlieren.

Quelle: n-tv.de

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