Politik
Martin Sonneborn versteht sein Geschäft.
Martin Sonneborn versteht sein Geschäft.(Foto: picture alliance / dpa)

Nur die Einnahmen zählen: "Die Partei" verkauft jetzt echtes Geld

Um an die Parteienfinanzierung zu kommen, verkauft "Die Partei" kein "Scheiß Gold wie die AfD", sondern echtes Geld. Einen 100-Euro-Schein gibt es für schlappe 105 Euro per Post ins Haus geliefert - und obendrauf noch zwei Postkarten.

Die Satire-Partei "Die Partei" hat schon des Öfteren Widersprüche in der Politik aufgedeckt. "Kauf kein Scheiß, kauf Geld", lautet nun ein Aufruf, mit dem sich Partei von Martin Sonneborn aus dem Topf der "Parteienfinanzierung" bedienen will.

Dank des überwältigenden Wahlerfolgs bei der diesjährigen Europawahl habe man den Anspruch erworben, sich im Selbstbedienungsladen der Parteien, genannt "staatliche Teilfinanzierung", an der Auszahlungskasse anzustellen, heißt es zur Begründung.

Diese beiden Postkarten gibt es aus "rechtlichen Gründen" dazu.
Diese beiden Postkarten gibt es aus "rechtlichen Gründen" dazu.(Foto: Die Partei / Screenshot n-tv.de )

156,7 Millionen Euro vom Steuerzahler werden 2014 insgesamt an alle anspruchsberechtigten Parteien verteilt. So haben es die "Volksvertreter" im Bundestag beschlossen, erklärte der Bundesschatzmeister der Partei, Norbert Gravius. 184.709 Wähler hätten ihr Kreuzchen bei der EU-Wahl bei der Partei gemacht. Demnach stünden der Partei allein aus den letzten vier Wahlen rund 240.000 Euro zu. Weil jedoch jeder Partei bestenfalls nur so viel ausgezahlt wird, wie sie an eigenen Einnahmen erzielt hat, bedeute das für die Partei, dass sie 2014 auch mindestens 240.000 Euro eingenommen haben müsse, um "in den vollen Genuss der Dukatendusche zu gelangen".

Auch die politischen Kontrahenten seien nicht zimperlich in der Wahl der Methoden, ihren Anteil am Gesamtkuchen aufzublasen, teilte die Partei mit. Allen voran die "verfickte AfD", die mit dem Handel von Gold und anderem Müll ihre Einnahmen "vor allen Leuten" künstlich in die Höhe treibe. "Solange die Gesetzeslage solchen Unfug zulässt, wollen wir an Einfallsreichtum nicht zurückstehen", schreibt Gravius.

Im Partei-Geld-Shop der Sartirepartei können sich Interessierte den gewünschten Schein "20, 50 oder besser: 100 Euro" bestellen und den Kaufpreis - 25, 55 oder 105 Euro überweisen. "Aus rechtlichen Gründen" erhält der edle Spender zusätzlich zwei Postkarten.

Quelle: n-tv.de

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