Politik

Akademikerinnen werden wieder Mütter: Geburtenrate steigt an

Deutschlands Akademikerinnen scheinen ihren aufgeschobenen Kinderwunsch nachzuholen. Immer mehr über 30-Jährige werden Mütter, geht aus dem neuen Familienreport hervor. Auch sonst verrät der Katalog von Familienministerin Schröder einiges Aufschlussreiches.

Schröder stellt in Berlin ihren Report vor.
Schröder stellt in Berlin ihren Report vor.(Foto: dapd)

Bundesfamilienministerin Kristina Schröder sieht positive Trends bei den Geburten in Deutschland: Immer häufiger holen Frauen aufgeschobene Kinderwünsche im Alter von über 30 Jahren nach, wie aus dem von Schröder vorgestellten Familienreport hervorgeht. "Der Anstieg der Kinderlosigkeit insbesondere bei Akademikerinnen ist gestoppt", erklärte die Ministerin. Die Zahlen beim Nachwuchs "scheinen für jüngere Frauenjahrgänge wieder anzusteigen", heißt es in dem Bericht. All diese Faktoren zeigten, dass sich die Geburtenrate mittelfristig positiv verändern könne.

Stabil ist dem Familienreport zufolge die Situation der Ehen in Deutschland. Die Zahl der Eheschließungen liege mit leichten Schwankungen seit einigen Jahren auf einem ähnlichen Niveau. Die Zahlen der Ehescheidungen seien seit fast fünfzehn Jahren nahezu konstant, die Ehepaare blieben länger zusammen als noch vor zehn Jahren. Auch nach Trennungen hielten die meisten Menschen an Ehe und Familie fest. Studien zeigten, dass Kinder in Stief- und Patchworkfamilien nicht unzufriedener sind als Kinder in anderen Familien.

Deutschland ist dem Familienreport zufolge keineswegs eine Republik der Einzelkinder: Fast die Hälfte der Kinder hat eine Schwester oder einen Bruder, jedes fünfte Kind hat zwei Geschwister. Nur ein Viertel der Kinder sind Einzelkinder. Der Anteil der Mehrkindfamilien in Deutschland ist seit der Wiedervereinigung nahezu unverändert geblieben.

"Die Kleinen gehören zu den Eltern"

Seit der Einführung des Elterngeldes und dem verstärkten Ausbau der Kinderbetreuung steigt den Angaben zufolge auch die Erwerbstätigkeit von Müttern mit Kindern zwischen ein und drei Jahren an. Die Erwerbstätigenzahlen der Mütter mit Kindern unter einem Jahr seien hingegen konstant niedrig. Eltern nutzten den Schonraum, den ihnen das Elterngeld biete. Hier spiegele sich die Auffassung der meisten Deutschen wider, dass die Kleinsten zu ihren Eltern gehören, hieß es im Familienreport.

"Familien brauchen passgenaue Rahmenbedingungen für die Verwirklichung ihrer unterschiedlichen Lebensentwürfe", erklärte Schröder. Deshalb kümmere sich die Bundesregierung um die wirtschaftliche Stabilität und die soziale Teilhabe von Familien sowie die gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Quelle: n-tv.de

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