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Syrisches Ölfeld nahe der irakischen Grenze.
Syrisches Ölfeld nahe der irakischen Grenze.(Foto: AP)

Mehrere Ölfelder erobert: Isis verkauft jetzt auch Rohöl

Jetzt fließt nicht mehr nur Blut, sondern auch Geld. Die Isis hat nach der Eroberung mehrerer Ölfelder mit dem Verkauf von Rohöl begonnen. Zugleich gibt es Gerüchte über eine angebliche Verwundung von Isis-Anführer Abu Bakr al-Bagdadi.

Die Isis finanziert sich nun auch durch den Verkauf von Rohöl. Es stammt aus einem der größten Ölfelder des Landes in der Nähe der Stadt Kirkuk. Das Öl werde über die kurdischen Autonomiegebiete in eine örtliche Raffinerie oder an die iranische Grenze transportiert, sagte der örtliche Polizeichef. Isis habe rund 100 Tanks voller Rohöl verladen. Jeden Tank verkaufe die Gruppe für 12.000 bis 14.000 US-Dollar. Isis-Kämpfer brachten zudem in Syrien ein weiteres Ölfeld unter ihre Kontrolle. Das verschafft ihnen einen Vorteil im Kampf gegen die irakische Regierung in Bagdad.

Allerdings gab es Gerüchte über eine angebliche Verwundung von Isis-Anführer Abu Bakr al-Bagdadi. Irakische Medien berichteten, er sei bei einem Luftangriff auf den westirakischen Ort Al-Kaim wahrscheinlich verwundet worden. Dabei seien zwei bekannte Anführer der Terrorgruppe ums Leben gekommen, hieß es.

Die irakische Armee konnte nach eigenen Angaben einen Angriff von Isis-Kämpfern auf den Ort Baidschi rund 200 Kilometer nördlich von Bagdad abwehren. Dort liegt eine der wichtigsten Ölraffinerien des Landes. Das Militär berichtete zugleich, Soldaten hätten Al-Awja, einen Vorort der Stadt Tikrit, erobert. Allerdings hatte die Armee die Einnahme des Geburtsortes des früheren Machthabers Saddam Hussein auch bereits am vergangenen Wochenende gemeldet.

Angesichts des Isis-Vormarsches rief Iraks höchster schiitischer Geistlicher, Großajatollah Ali al-Sistani, die führenden Politiker des Landes auf, die Regierungsbildung zu beschleunigen. Das Land befindet sich nach dem Isis-Vormarsch auch in einem politischen Chaos. Führende schiitische, sunnitische und kurdische Politiker fordern den Rücktritt des schiitischen Ministerpräsidenten Nuri al-Maliki. Der lehnte erneut ab. Er werde seien Wähler nicht enttäuschen, sagte er.

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Quelle: n-tv.de

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