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IS-Kämpfer Omar al-Schischani ist bereits mehrmals für tot erklärt worden.
IS-Kämpfer Omar al-Schischani ist bereits mehrmals für tot erklärt worden.(Foto: twitter.com/IraqiSuryani1)

Nach US-Luftangriff in Syrien: Ist "Omar der Tschetschene" klinisch tot?

Schon mehrfach ist IS-Kämpfer Omar al-Schischani für tot erklärt worden - immer stellte sich die Nachricht im Nachhinein als falsch heraus. Nun soll der Kommandeur mit dem charakteristischen roten Bart tatsächlich im Sterben liegen.

Der ranghohe IS-Militärkommandeur Omar al-Schischani, bekannt als "Omar der Tschetschene", soll nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte nach einem Luftangriff in Syrien "klinisch tot" sein. Er liege in einem Krankenhaus im Osten der Provinz Rakka und könne seit Tagen nur noch mit Hilfe von Maschinen atmen. "Al-Schischani ist nicht in der Lage, selbstständig zu atmen und braucht Maschinen", sagte der Chef der Organisation, Rami Abdul Rahman, den "Gulf News".

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Die Beobachtungsstelle stützt sich auf ein Informantennetzwerk in Syrien - ihre Angaben können kaum unabhängig überprüft werden. Dennoch war bereits am vergangenen Dienstag aus dem Pentagon verlautet, "Omar der Tschetschene" sei wahrscheinlich getötet worden. "Wir haben ihn bombardiert, wir wissen nur nicht, ob wir ihn getötet haben", hatte Heeresoberst Steve Warren im Pentagon per Videoschalte aus dem Irak.

Al-Schischani, der mit bürgerlichem Namen Tarkan Batiraschwili heißt, gehört zum inneren Führungszirkel des IS. Der Mann mit dem roten Bart hatte schon mehrere hohe Positionen inne. Zuletzt soll er Verteidigungssekretär gewesen sein.

Falsche Todesmeldung von Al-Schischani

Der Tschetschene ist bereits mehrfach für tot erklärt worden - tauchte dann aber doch immer wieder auf. Im November 2014 war von al-Schischani ein angebliches Leichenfoto aufgetaucht. Der tschetschenische Präsidenten Ramzan Kadyrow hatte es ins Netz gestellt. Doch es stellte sich als unecht heraus.

Nach Angaben des US-Außenministeriums sind in den vergangenen drei Wochen etwa 600 IS-Kämpfer in Syrien getötet worden. Das Herrschaftsgebiet der Terrormiliz sei außerdem um 3000 Quadratkilometer geschrumpft. Außenminister John Kerry verhandelt derzeit in Paris zur Vorbereitung auf die Friedensgespräche für Syrien mit dem französischen Außenminister Jean-Marc Ayrault, Frank-Walter Steinmeier, den Amtskollegen aus Großbritannien und Italien sowie die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini.

Quelle: n-tv.de

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