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Deutschland spendet Milliarden: Merkel gibt Geld für Bürgerkriegsopfer frei

Zusage bei der Geberkonferenz in London: Deutschland zahlt in den nächsten drei Jahren 2,3 Milliarden Euro an Soforthilfe zur Vor-Ort-Versorgung von Bürgerkriegsflüchtlingen aus Syrien. Allein im laufenden Jahr will die Bundesregierung 1,1 Milliarden Euro aufbringen.

Helfer vor Ort können auf finanzielle Unterstützung aus Deutschland hoffen: Die Bundesregierung wird in den kommenden drei Jahren insgesamt 2,3 Milliarden Euro an internationale Hilfsorganisationen überweisen, um sie bei der Versorgung von syrischen Bürgerkriegsflüchtlingen zu unterstützen.

Auf 2016 entfielen davon 1,1 Milliarden Euro, erklärte Bundeskanzlerin Angela Merkel in London. Die deutsche Regierungschefin nimmt dort an einer großen Geberkonferenz für notleidende Menschen in Syrien und den Nachbarregionen teil.

Bei dem Treffen in der britischen Hauptstadt wollten die Teilnehmer früheren Angaben zufolge insgesamt rund zehn Milliarden Euro einsammeln, um Nothilfemaßnahmen für Flüchtlingen im Nahen Osten zu finanzieren. Eingeladen zur Geberkonferenz sind neben Deutschland Vertreter von rund 70 Regierungen und Organisationen.

Auf der von Großbritannien, Deutschland, Kuwait und Norwegen gemeinsam organisierten Konferenz soll versucht werden, die Versorgung syrischer und irakischer Bürgerkriegsflüchtlinge zu sichern. Kanzlerin Merkel hatte im Vorfeld in ihrer Funktion als Ko-Organistorin vor einem Scheitern gewarnt. Sollten sich die Teilnehmer nicht auf großzügige Hilfe einigen können, müsse damit gerechnet werden, dass sich schon bald weitere Bürgerkriegsflüchtlinge Richtung EU auf den Weg machten.

Merkel hatte mehrfach scharf kritisiert, dass mangelnde Finanzhilfen der Weltgemeinschaft die UN-Flüchtlingshilfswerke 2015 gezwungen hatten, die Lebensmittelrationen für Millionen Flüchtlinge in der Türkei, Libanon, Jordanien und Irak massiv zu kürzen. Die genannten Staaten tragen seit Jahren die Hauptlast bei der Aufnahme von Flüchtlingen aus den Kriegsgebieten in Syrien und dem Nordirak. Die Missstände bei der Versorgung gilt als eine der Hauptursachen für die sprunghaft angestiegene Zahl der in die EU drängenden Flüchtlinge.

Quelle: n-tv.de

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