Politik
Wohin steuern die Vereinigten Staaten? Ein Treffen mit Sicherheitsberater Michael Flynn könnte Aufschluss bringen.
Wohin steuern die Vereinigten Staaten? Ein Treffen mit Sicherheitsberater Michael Flynn könnte Aufschluss bringen.(Foto: picture alliance / Michael Reyno)
Samstag, 17. Dezember 2016

Außenpolitischen Kurs sondieren: Merkels Berater trifft Trump-Team

Im Wahlkampf rüttelt Trump an den Grundfesten der transatlantischen Verteidigungspolitik. Und nach der Wahl? Noch weiß niemand, wohin die künftige US-Regierung außenpolitisch steuert. Das soll sich einem Medienbericht zufolge ändern.

Bundeskanzlerin Angela Merkel schickt ihren außenpolitischen Berater Christoph Heusgen zu Gesprächen mit dem Team des künftigen US-Präsidenten Donald Trump nach New York. Ein Sprecher der Bundesregierung bestätigte die Reise, über die zunächst der "Spiegel" berichtet hatte.

In Berlin herrscht große Unsicherheit, welchen außenpolitischen Kurs die Vereinigten Staaten unter Trump einschlagen werden. Heusgen solle sich Anfang der Woche vor Ort ein Bild machen und unter anderem Trumps designierten Nationalen Sicherheitsberater Michael Flynn treffen, berichtete das Nachrichtenmagazin. Trump hatte mit seinen Äußerungen im Wahlkampf bei den Nato-Partnern Zweifel an der Bündnistreue der Vereinigten Staaten geweckt. Zugleich äußerte er sich wohlwollend über Russlands Präsident Wladimir Putin.

Bei der Besetzung von Schlüsselposten seiner künftigen Regierung ignorierte Trump bislang weitgehend das außenpolitische Establishment Washingtons, zu dem Deutschland traditionell enge Kontakte pflegt. Der pensionierte General Flynn hat sich ebenso als Russlandfreund hervorgetan wie der designierte US-Außenminister Rex Tillerson, der bislang den Ölkonzern ExxonMobil führte. Der Leiter der Abteilung Außen- und Sicherheitspolitik im Kanzleramt, Heusgen, gilt dagegen als äußerst Putin-kritisch.

Im Kanzleramt herrscht laut "Spiegel" die Sorge, dass sich Trump mit seinem außenpolitischen Team über die gegen Russland in der Ukraine-Krise beschlossenen Sanktionen hinwegsetzen und eine gemeinsame Haltung des Westens gegenüber Moskau unmöglich machen könnte.

Quelle: n-tv.de

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