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Pjöngjang macht deutlich, was das Regime mit der Atombombe anrichten könnte.
Pjöngjang macht deutlich, was das Regime mit der Atombombe anrichten könnte.(Foto: Youtube/Screenshot n-tv.de)

US-Soldaten und Obama in Flammen: Nordkorea provoziert im Netz

Die Spezialeffekte sind dürftig, die Botschaft dagegen deftig: Nordkorea schickt via Youtube einen provokanten Gruß an die USA. In einem Propagandavideo kokettiert Pjöngjang mit dem möglichen Besitz der Atombombe und deutet auch schon an, gegen wen sich die Massenvernichtungswaffe richten könnte.

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Nordkorea hat erneut ein gegen die USA gerichtetes Propagandavideo veröffentlicht. Darin wird simuliert, wie US-Soldaten und Präsident Barack Obama in den Flammen einer Atombombenexplosion verbrennen. Der Film wurde von der für Propaganda zuständigen offiziellen Webseite Uriminzokkiri hochgeladen und ist bei YouTube zu sehen.

In dem Video wird argumentiert, dass Nordkorea von den USA dazu gebracht worden sei, den jüngsten Atomwaffentest vorzunehmen. "Die USA haben den Norden praktisch dazu verleitet, den Atomtest vorzunehmen", heißt es in den in koreanischer Sprache verfassten Textpassagen des Videos. Der Film endet mit der Explosion einer Atombombe in einem unterirdischen Bunker und der Botschaft: "Die ganze Welt schaut jetzt zu. Die USA müssen jetzt antworten."

New York brennt - in Kims Phantasie

Das Video erschien nur zwei Wochen nach einem ersten Propagandavideo, in dem ein in Flammen stehendes New York offenbar nach einem Raketenangriff gezeigt wurde. Da Filmsequenzen aus einem US-Videospiel entnommen wurden, musste der Propagandafilm aus Urheberrechtsgründen aus dem Netz genommen werden.

Nordkorea hatte in der vergangenen Woche einen unterirdischen Nuklearwaffentest unternommen und damit weltweit Sorge und Empörung ausgelöst. Da das isolierte Land die Verwendung einer kleineren und leichteren Atombombe mit großer Sprengkraft vermeldet hatte, wuchsen Befürchtungen, dass Pjöngjang die Produktion von Sprengköpfen vorbereitet, die auf Raketen montiert werden können.

Das Video bei Youtube:

 

Quelle: n-tv.de

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