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Neue Provokation: Nordkorea zieht Raketentest vor

Trotz UN-Resolution plant Nordkorea im Februar einen neuen Raketentest. Auch Proteste aus den USA, Südkorea und sogar von China können Pjöngjang nicht stoppen, im Gegenteil: Unerwartet zieht Nordkorea das Startfenster vor.

Nordkorea könnte möglicherweise schon an diesem Sonntag einen neuen Raketentest durchführen. Nach südkoreanischen Angaben hat Pjöngjang das Zeitfenster für den geplanten Start einer Weltraumrakete vorgezogen. Das Startfenster solle sich bereits am Sonntag öffnen und am 14. Februar schließen, teilte das Verteidigungsministerium in Seoul mit. Ursprünglich hatte Nordkorea drei UN-Organisationen davon unterrichtet, zwischen dem 8. und 25. Februar eine Rakete ins All schießen zu wollen.

Nach Darstellung der Regierung in Pjöngjang soll die Rakete einen Satelliten in den Orbit befördern. Sie betont, ihr Raumfahrtprogramm sei rein wissenschaftlicher Natur. Die USA und Südkorea werfen Nordkorea dagegen vor, unter dem Vorwand des Satellitenstarts eine militärische Langstreckenrakete zu testen und damit gegen eine Resolution des UN-Sicherheitsrats zu verstoßen.

Außer den USA und Südkorea haben auch Japan und sogar Nordkoreas enger Vertrauter China vor dem Start der Rakete gewarnt. Japans Ministerpräsident Shinzo Abe sprach von einer "ernsthaften Provokation". Sein Verteidigungsminister erteilte den Befehl zur Zerstörung der Rakete, sollte sie drohen, auf japanischen Boden zu fallen. Der chinesische Außenamtssprecher Lu Kang in Peking erinnerte Pjöngjang daran, dass Nordkorea die Nutzung von ballistischer Raketentechnik - selbst für friedliche Zwecke - per UN-Resolution untersagt sei.

Nordkorea hatte die Staatengemeinschaft erst Anfang Januar mit einem Atombombentest provoziert. Die USA verlangen seitdem eine Verschärfung der UN-Sanktionen. Washington forderte außerdem wiederholt China auf, mehr Druck auf  Pjöngjang auszuüben.

Quelle: n-tv.de

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