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Primary in New Hampshire: Sanders und Trump gewinnen Vorwahlen

Die Wahllokale in New Hampshire haben geschlossen, die Ergebnisse sind schon jetzt eindeutig: Bernie Sanders setzt sich gegen Hillary Clinton durch und Donald Trump macht das Rennen gegen insgesamt sieben Kontrahenten.

Der republikanische Präsidentschaftsbewerber Donald Trump und der demokratische Präsidentschaftsbewerber Bernie Sanders haben die Vorwahlen ihrer Parteien im US-Bundesstaat New Hampshire gewonnen. Mehrere US-Fernsehsender erklärten unmittelbar nach Schließung der Wahllokale den Sieg des rechtspopulistischen Geschäftsmanns und des linken Senators.

Das Lager von Sanders Kontrahentin Hillary Clinton erkannte die Niederlage nach Auszählung in einem Statement an. Sanders liegt nach 77 Prozent ausgezählter Stimmen mit 59,5 Prozent vor Clinton, auf die 38,8 Prozent entfielen. Bei den Republikanern zeichnete sich ein klarer Sieg des New Yorker Immobilienmoguls Donald Trump ab. Er führt mit 34,4 Prozent der Stimmen vor John Kasich (16,4 Prozent), Ted Cruz (11,5 Prozent) und Jeb Bush (11,2 Prozent).

Sanders sagte nach dem Ausgang der Wahl: "Wir haben eine Botschaft gesandt, deren Echo von Washington bis zur Wall Street zu hören sein wird, von Maine bis nach Kalifornien. Und sie heißt: Die Regierung unseres Landes gehört allen Menschen, und nicht nur einer Handvoll Superreichen".

Bittere Niederlage für Clinton

Für Clinton ist die Niederlage bitter. 2008, als sie sich schon einmal für das Präsidentenamt beworben hatte und beim innerparteilichen Kandidatenrennen an Barack Obama gescheitert war, hatte sie in New Hampshire noch gewonnen. Sie blieb trotz der Niederlage zuversichtlich für den weiteren Verlauf des Wahlkampfes. "Wir werden jetzt für jede Stimme in jedem Staat kämpfen", sagte Clinton. Sie hat bei der Vorwahl weit deutlicher als von Meinungsforschern vorhergesagt gegen ihren innerparteilichen Kontrahenten Bernie Sanders verloren. "Ich werde härter als jeder andere dafür arbeiten, tatsächlichen Wandel herbeizuführen und Euer Leben besser zu machen", rief Clinton ihren Anhängern zu.

Clinton hatte bei der ersten Vorwahl in Iowa nur hauchdünn gegen Sanders gewonnen. Wie in Iowa ging es jedoch auch in New Hampshire nur um vergleichsweise wenige Delegierte für den Parteitag im Sommer.

Mit den Vorwahlen sieben die Parteien ihre Kandidaten aus. Bei den Demokraten sind mit Sanders und Clinton nur noch zwei Bewerber im Rennen. Das Feld der Republikaner ist mit noch acht ernsthaften Kontrahenten deutlich größer. Bei der Wahlbeteiligung in New Hampshire zeichnete sich ein neuer Rekord ab.

New Hampshire ist die zweite im Reigen der Vorwahlen in 50 Staaten, dem Washingtoner Hauptstadt-Distrikt of Columbia sowie fünf Außengebieten. Im Sommer werden große Parteitage den jeweiligen Kandidaten offiziell nominieren. Die Präsidentschaftswahl, bei der der Nachfolger Barack Obamas im Weißen Haus bestimmt wird, findet am 8. November statt.

Quelle: n-tv.de

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