Politik
Video

Kampf gegen den IS in Syrien: Saudi-Arabien will Bodentruppen einsetzen

Mit Luftanschlägen allein hat sich der Islamische Staate bislang nicht besiegen lassen. Doch bisher erklärte sich kein Staat der Anti-IS-Koalition bereit, Bodentruppen zu schicken. Saudi-Arabien meldet sich nun als erstes Land.

Saudi-Arabien hat seine Bereitschaft zur Entsendung von Bodentruppen für den Kampf gegen den IS in Syrien bekundet. Sollte sich die US-geführte Koalition zu einem Bodeneinsatz entscheiden, "werden wir positiv dazu beitragen", sagte der saudische Armeesprecher Ahmed Asiri.

Mehrere Länder des von den USA geführten internationalen Bündnisses fliegen Luftangriffe gegen IS-Stellungen in Syrien und im Irak. Der Einsatz internationaler Bodentruppen gilt als unwahrscheinlich. Staaten wie die USA haben dies ausgeschlossen.

Saudi-Arabien ist seit Ende 2014 Teil der Koalition gegen die Dschihadistenorganisation Islamischer Staat (IS), hat sich allerdings nicht maßgeblich an den Luftangriffen gegen die Extremisten beteiligt. Riad steht in dem Bürgerkrieg hinter moderateren Gegnern von Machthaber Baschar al-Assad.

Ahmed Assiri sagte dem Fernsehsender Al-Arabija, dass die Streitkräfte des Landes seit 2014 mehr als 190 Luftwaffeneinsätze in Syrien geflogen seien. Für einen Sieg über den IS sei es aber notwendig, Luftangriffe und Einsätze von Bodentruppen zu kombinieren, so der General.

Assiri äußerte sich am Tag nach dem vorläufigen Kollaps der Syrien-Friedensgespräche in Genf. Nach westlicher Lesart scheiterten die Gespräche vor allem wegen einer neuen Bodenoffensive der Assad-Truppen, die von der russischen Luftwaffe unterstützt werden.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen