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Steinbrück sah sich als Sieger des TV-Duells.
Steinbrück sah sich als Sieger des TV-Duells.(Foto: picture alliance / dpa)

Erste Forsa-Umfrage nach TV-Duell: Steinbrück holt ein bisschen auf

Das TV-Duell könnte Steinbrück und der SPD Auftrieb verschaffen: Laut Forsa legen sowohl der Kanzlerkandidat als auch seine Partei zu. Dennoch würde es weiterhin für Schwarz-Gelb reichen. Allerdings nimmt ein Außenseiter Kurs auf den Bundestag: die AfD.

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Im ersten "Stern-RTL-Wahltrend" nach dem TV-Duell kann SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück einen kleinen Erfolg verbuchen. Auf die Frage "Wer soll Bundeskanzler werden?" entscheiden sich 23 Prozent für ihn, ein Gewinn von zwei Prozentpunkten im Vergleich zur Vorwoche. Die Umfrage wurde vom 27. August bis zum Montag erhoben, das Duell war am Sonntag.

Allerdings liegt Steinbrück noch immer deutlich hinter Bundeskanzlerin Angela Merkel, die sich 55 Prozent der Befragten in diesem Amt wünschen. Vor einer Woche waren es noch 56 Prozent.

Auch in der klassischen Sonntagsfrage verliert die Union einen Punkt, sie liegt jetzt bei 40 Prozent. Steinbrücks SPD kommt auf 23 Prozent, ein Plus von einem Punkt. Grüne und FDP erreichen unverändert 11 beziehungsweise 5 Prozent. Die Linke fällt um einen Punkt auf 9 Prozent.

Unter den nicht im Bundestag vertretenen Parteien kommt die AfD erstmals im "Stern-RTL-Wahltrend" auf 4 Prozent. Die Piraten liegen unverändert bei 3 Prozent. Da insgesamt 12 Prozent an Parteien gehen, die unter der Fünf-Prozent-Hürde bleiben, reichen Union und FDP die aktuell erreichten 45 Prozent, um weiter die Bundesregierung zu stellen. SPD, Grüne und Linke kommen zusammen nur auf 43 Prozent.

Rechnerisch möglich wäre auch eine schwarz-grüne Koalition, die mit 51 Prozent auch dann eine Mehrheit hätte, wenn die AfD oder die Piraten den Sprung in den Bundestag schaffen würden. Eine Koalition aus Union und SPD würde sogar 63 Prozent der Wählerstimmen bündeln.

Vieles ist noch offen, weil der Anteil der Unentschlossenen weiter hoch ist. Derzeit wissen 32 Prozent der Befragten noch nicht, wen sie wählen sollen. Sie könnten das Ruder noch bis zum 22. September rumreißen. Bis dahin bleibt es spannend.

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Quelle: n-tv.de

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