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Auftrag Aufklärung: Bodentruppen oder ein direkter Kampfeinsatz in Syrien ist bislang tabu für die Bundeswehr.
Auftrag Aufklärung: Bodentruppen oder ein direkter Kampfeinsatz in Syrien ist bislang tabu für die Bundeswehr.(Foto: picture alliance / dpa)

Brief an von der Leyen: Tornados über Syrien reichen USA nicht

Gerade hat Berlin nach heftigen Debatten beschlossen, sechs Tornados und eine Fregatte zum Anti-IS-Einsatz Richtung Syrien zuschicken. Nun kommt Post aus Washington: Der deutsche Beitrag sei unzureichend.

Die US-Regierung ist mit dem deutschen Beitrag zum Militäreinsatz gegen den Islamischen Staat offenbar unzufrieden. Laut einem Bericht des "Spiegel" fordert Washington mehr Unterstützung. Das gehe aus einem Brief hervor den US-Verteidigungsminister Ashton Carter an seine deutsche Amtskollegin Ursula von der Leyen geschickt habe.

Demnach bittet Carter um weitere Beiträge der Bundeswehr zur Anti-IS-Koalition über die Anfang der Woche beschlossene Entsendung deutscher Tornados und einer Fregatte hinaus. Konkrete Wünsche enthält das Schreiben allerdings nicht. Washingtons Interesse könnte sein, dass Deutschland nicht nur Flugzeuge für Aufklärungsmissionen, sondern auch für Kampfeinsätze schickt. Ausdrücklich formuliert ist diese Forderung in dem Brief allerdings nicht.

Laut "Spiegel" kam das Schreiben für die Bundesregierung überraschend. Andere Partnerländer der USA hätten ähnliche Briefe bekommen. Bislang hat von der Leyen dem Bericht zufolge noch nicht darauf geantwortet.

In den vergangenen Tagen waren die ersten Tornados auf dem türkischen Luftwaffenstützpunkt Incirlik eingetroffen. Anfang kommenden Jahres sollen sie einsatzbereit sein und mit Aufklärungsflügen über Syrien beginnen.  

(Foto: n-tv.de / stepmap.de)

Quelle: n-tv.de

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