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IAEA-Chef Yukiya Amano ist vom Abkommen überzeugt.
IAEA-Chef Yukiya Amano ist vom Abkommen überzeugt.(Foto: AP)
Montag, 18. September 2017

IAEA verteidigt Atomabkommen: Trump entscheidet "sehr bald" über Iran-Deal

Das Abkommen über das iranische Atomprogramm ist eines der Dinge, die Trump konstant kritisiert. Nun kündigt der US-Präsident eine baldige Entscheidung über die Zukunft des Deals an. Die Internationale Atomenergiebehörde verteidigt das Abkommen.

US-Präsident Donald Trump will "sehr bald" darüber entscheiden, ob die USA sich aus dem internationalen Abkommen über das iranische Atomprogramm zurückziehen. Das sagte Trump bei einem Treffen mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu in New York, wo am Dienstag die einwöchige Generaldebatte der Vereinten Nationen beginnt. Netanjahu bezeichnete das 2015 geschlossene Abkommen als "schrecklich" und warf dem Iran "wachsende Aggression in der Region" vor.

Beide Politiker sprechen am ersten Tag der UN-Vollversammlung, Trumps Rede ist für 16 Uhr mitteleuropäischer Zeit angesetzt. Der iranische Präsident Hassan Ruhani hält seine Rede am Mittwoch und will in seiner Ansprache alle Zweifel am Atomabkommen ausräumen. Am selben Tag ist ein Treffen von Außenministern der fünf UN-Vetomächte sowie Deutschlands unter Vorsitz der EU-Außenbeauftragten Frederica Mogherini zum Thema geplant.

Die Internationale Atomenergiebehörde IAEA verteidigte erneut den Atom-Deal mit dem Iran gegen die anhaltende Kritik aus den USA. "Der Iran unterliegt nun der weltweit strengsten Überwachung eines Atomprogramms", sagte IAEA-Chef Yukiya Amano zum Auftakt der Generalkonferenz der Organisation in Wien. Die USA machten ihrerseits deutlich, dass sie auf eine strikte Einhaltung der Vorschriften und eine konsequente Arbeit der IAEA bestehen. "Wir werden einen nur vage umgesetzten und unangemessen überwachten Deal nicht akzeptieren", sagte ein US-Diplomat in Wien.

US-Präsident Donald Trump ist im Gegensatz zu seinem Vorgänger Barack Obama ein vehementer Gegner des Abkommens, das seiner Meinung nach nicht den erhofften Schutz vor der Entwicklung einer iranischen Atombombe bietet. Alle anderen UN-Vetomächte sowie Deutschland sehen in den ausgehandelten Beschränkungen des Nuklearprogramms dagegen eine wirkungsvolle Maßnahme zur rein zivilen Nutzung der Atomkraft.

Die einmal jährlich stattfindende IAEA-Generalversammlung segnete die Verlängerung des Vertrags von Chef Amano für weitere vier Jahre an der Spitze der IAEA ab. Der 70-jährige Japaner ist seit 2009 der Kopf der UN-Behörde, die weltweit die zivile Nutzung der Atomkraft überwacht.

Quelle: n-tv.de

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