Politik
Wird Donald Trump im November neuer US-Präsident?
Wird Donald Trump im November neuer US-Präsident?(Foto: dpa)

Erster TV-Spot: Trump setzt auf Islam-Bashing

Donald Trump gilt als aussichtsreichster Präsidentschaftsbewerber der Republikaner. In seinem ersten Wahlwerbespot greift er zu bewährten Mitteln: eingängige und scharfe Sätze gegen Muslime.

In einem Jahr ist alles gelaufen, dann ist der neue US-Präsident bereits ins Weiße Haus eingezogen. Einer, der sich zurzeit große Hoffnungen macht, 58. Präsident der USA zu werden, ist der Republikaner Donald Trump. Gut zehn Monate vor der Wahl am 8. November hat der 69-jährige Milliardär nun seinen ersten 30-sekündigen TV-Spot veröffentlicht. Darin wählt Trump gewohnt drastische Worte gegen muslimische Einwanderer.

Die erste Einstellung: Trump, der bei einer Veranstaltung am Podest steht. Dazu sein Satz aus dem Off: "Ich bin Donald Trump und ich stehe für diese Botschaft." Und dann geht es richtig los: mit schnellen Schnitten, düsterer Optik und dramatischer Hintergrundmusik. Das zweite Bild zeigt Präsident Barack Obama und die demokratische Präsidentschaftsbewerberin und frühere Außenministerin Hillary Clinton.

"Die Politiker können es nennen, wie sie es wollen, aber Donald Trump nennt es radikalen islamischen Terrorismus", sagt der Sprecher. Im Bild ist nun das mutmaßliche Terror-Paar von San Bernardino, wo sich im Dezember ein Massaker mit vielen Toten ereignete. Der Sprecher in Trumps Wahlspot fährt fort: "Deswegen fordert er ein vorübergehendes Einreiseverbot für Muslime in den USA."

Das nächste Bild: ein US-Kriegsschiff. Dazu eine Texteinblendung: "Cut the head off ISIS", übersetzt: ISIS den Kopf abschneiden. Der Sprecher fährt fort, Trump werde "illegale Einwanderung stoppen und an der südlichen Grenze eine Mauer bauen, die Mexiko bezahlen wird".

Trump vor Cruz und Rubio

Der Film ist fast zu Ende, fünf Sekunden bleiben. Jetzt ist wieder Trump im Bild. Gestikulierend am Podium vor Anhängern, die große Bannern mit seinem Namen hochhalten. Mit Trumps großem Versprechen endet der Film: "We will make America great again." Er will die Vereinigten Staaten zu alter Stärke zurückführen.

Umfragen zufolge ist Trump zurzeit aussichtsreichster Bewerber bei den Republikanern. Seit August liegt er bei den Meinungsforschern vorn. In den vergangenen Wochen konnte Trump seinen Vorsprung wieder ausbauen. Den aktuellen Umfragen von CNN, der Universität Quinnigpiac und Fox News zufolge liegt Trump zwischen 28 und 39 Prozent. Auf Platz zwei folgt Ted Cruz, der auf 18 bis 24 Prozent kommt. Platz drei belegt zurzeit Marco Rubio, dem 10 bis 13 Prozent in Aussicht gestellt werden.

Am 1. Februar beginnt der Vorwahlkampf offiziell im Bundestaat Iowa. Daraufhin stimmen die Parteien ab, welchen Kandidaten sie ins Rennen schicken. Trump hatte zuletzt angekündigt, jede Woche mindestens zwei Millionen Dollar in seine Wahlkampagne stecken zu wollen.

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Quelle: n-tv.de

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