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"Gläubiger sind totale Killer": Trump verteidigt seine Pleiten

Ist man trotz mehrerer Pleiten qualifiziert, US-Präsident zu werden? Donald Trump meint: natürlich. Deshalb sei er sogar besonders geeignet, mit den Billionen-Schulden der USA fertigzuwerden.

Donald Trump wird nicht müde zu erzählen, wie reich er ist. Seinen eigenen Angaben zufolge ist er zehn Milliarden Dollar schwer, auch wenn diese Summe stark angezweifelt wird. In den letzten Jahren gingen vier seiner Projekte pleite – viele Menschen verloren ihren Job, die Gläubiger viel Geld. Ist man damit befähigt, Präsident der USA zu werden?

Das wollte Moderator Chris Wallace während der ersten TV-Debatte der Republikaner im US-Vorwahlkampf wissen. Trump wich aus. Nur bei vier Deals von hunderten habe er "die Möglichkeiten der Gesetze zu seinem Vorteil ausgeschöpft", sagte Trump und ergänzte, das würde praktisch jeder machen, dessen Name sich auf der Titelseite des Wirtschaftsteils finde. "Ich habe ein Nettovermögen von zehn Milliarden aufgebaut. Ich habe eine großartige Firma. Ich beschäftige Tausende. Ich bin sehr stolz auf das, was ich geleistet habe", so Trump.

Wallace hakte nach: Alleine bei der jüngsten Pleite eines Kasinos in Atlantic City im Jahre 2009 hätten die Gläubiger mehr als eine Milliarde Dollar verloren, mehr als 1000 Menschen ihre Arbeit. "Diese Gläubiger sind keine Babys. Sie sind totale Killer", entgegnete Trump. "Praktisch jede Firma in Atlantic City ging bankrott." Er habe die Stadt noch rechtzeitig verlassen, bevor sie "völlig zusammenbrach."

Auf den Verlust von Arbeitsplätzen ging Trump nicht ein. "Ich habe sehr viel Geld in Atlantic City verdient, und darauf bin ich sehr stolz", sagte er und schloss daraus: Durch seine Erfahrung mit Schulden sei er der ideale Mann, US-Präsident zu werden: "Dieses Land hat derzeit 19 Billionen Dollar Schulden und braucht jemanden wie mich, diesen Mist in Ordnung zu bringen."

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Quelle: n-tv.de

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