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Donald Trump will eine Lösung auf der koreanischen Halbinsel mit Sanktionen erreichen.
Donald Trump will eine Lösung auf der koreanischen Halbinsel mit Sanktionen erreichen.(Foto: REUTERS)
Donnerstag, 21. September 2017

Atomkonflikt mit Nordkorea : USA und EU weiten Sanktionen aus

Kim Jong Un, den nordkoreanischen "Raketenmann auf Selbstmordmission", will US-Präsident Trump mit weiteren Sanktionen am Boden halten. Nordkoreas Außenminister sagt vor seiner UN-Rede, Trumps Berater täten ihm leid.

Die USA und Europa verschärfen erneut die Sanktionen gegen Nordkorea. US-Präsident Donald Trump sagte in New York, die von ihm angeordneten neuen Sanktionen zielten auf Einzelpersonen, Firmen und Institutionen, die unter anderem in den Branchen Textil, Fischerei, Handwerk und Informationstechnologie Handel mit Nordkorea trieben. "Ausländische Banken werden eine klare Wahl haben, ob sie mit uns Handel treiben wollen oder mit Nordkorea." Das US-Finanzministerium könne nun auch gegen ausländische Banken vorgehen, die in Geschäfte mit Nordkorea verwickelt seien. Der neue Erlass werde die Einnahmequellen zum Versiegen bringen, mit denen Hilfe Nordkorea "die tödlichsten der Menschheit bekannten Waffen" entwickeln wolle, sagte Trump weiter.

Laut EU-Diplomaten einigten sich derweil die zuständigen Botschafter der Mitgliedstaaten etwa auf ein vollständiges Verbot von Investitionen und Ölexporten sowie die Belegung weiterer nordkoreanischer Vertreter mit Einreise- und Vermögenssperren.

Südkoreas Präsident Moon Jae-in betonte zeitgleich, es gehe seinem Land nicht um einen Kollaps des Nachbarstaates. Südkorea strebe auch keine Wiedervereinigung mit dem kommunistisch regierten Staat an. Seoul und die Weltgemeinschaft unternähmen alles Mögliche, um den Atomkonflikt mit Pjöngjang friedlich beizulegen.

Der Konflikt um das nordkoreanische Atomprogramm schaukelt sich seit Monaten hoch. Das isolierte Regime testete in diesem Jahr bereits mehrere Raketen. Am 3. September zündete es nach eigenen Angaben eine Wasserstoffbombe, mit der Interkontinentalraketen bestückt werden sollen.

Trump drohte Zerstörung an

Trump hatte Pjöngjang in seiner Rede vor der Generalversammlung mit "völliger Zerstörung" gedroht und dessen Staatschef Kim Jong Un als "Raketenmann auf Selbstmordmission" bezeichnet. Nordkoreas Außenminister Ri Yong Ho, der am Freitag vor dem UN-Plenum sprechen will, bezeichnete Trumps Rede als "Hundegebell" und sagte, Trumps Berater täten ihm leid. "Wenn er wirklich dachte, er könne uns mit dem Geräusch von Hundegebell Angst einjagen, ist das der Traum eines Hundes", sagte Ri laut CNN. Die Redewendung "Traum eines Hundes" bedeutet auf Koreanisch etwas Absurdes, das wenig Sinn ergibt.

Pjöngjang setzte seine Tests und sein Atomprogramm, das weltweit als ernste Bedrohung angesehen wird, bislang trotz aller Warnungen fort. Erst am Montag vergangener Woche hatte der UN-Sicherheitsrat die Sanktionen gegen Nordkorea wegen dessen Atomtests vom 3. September erweitert. Diese umfassen jetzt auch eine Deckelung der Öllieferungen an das Land und ein Verbot von Textilexporten. Nach dem Beschluss schoss Nordkorea erneut eine Rakete über den Norden Japans hinweg in den Pazifik. Das Land erklärte zudem, trotz der verschärften Sanktionen nicht von seinem Atomprogramm abrücken zu wollen.

Südkoreas Präsident Moon rief Nordkorea am Donnerstag zu einem Ende der Provokationen auf. Das Regime müsse sofort aufhören, "leichtsinnige" Entscheidungen zu treffen, die zur eigenen Isolation und zum Untergang führen könnten. Die Welt müsse "stark und entschlossen" antworten, bis Nordkorea sein Atomprogramm aufgebe. Moon dankte dem UN-Sicherheitsrat für die jüngste Verschärfung der Sanktionen gegen Pjöngjang. Dies sei ein Zeichen, dass die Weltgemeinschaft "kollektiv empört" sei. Nordkoreas Staatschef Kim Jong Un blieb der UN-Generaldebatte wie im vergangenen Jahr fern.

Quelle: n-tv.de

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