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Kanzlerin Angela Merkel hat mit den Folgen der Übergriffe von Köln zu kämpfen.
Kanzlerin Angela Merkel hat mit den Folgen der Übergriffe von Köln zu kämpfen.(Foto: AP)

Stern-RTL-Wahltrend: Wähler verlieren Vertrauen in Merkel

Die Übergriffe von Köln haben die Stimmung im Land verändert: Im Stern-RTL-Wahltrend rücken viele Befragte von Kanzlerin Merkel ab. Profiteur der Stunde ist die AfD. Die SPD kann aus Merkels Schwäche dagegen kein Kapital schlagen.

Kanzlerin Angela Merkel und die Union müssen im Stern-RTL-Wahltrend erhebliche Einbußen hinnehmen. In der Sonntagsfrage fällt die CDU/CSU von 38 auf 37 Prozent. In der Frage, wen sich die Befragten als Kanzler wünschen, sinkt Merkels Wert um 4 Prozentpunkte. Wenn es eine Direktwahl des Kanzlers gäbe, würden sich nun nur noch 44 Prozent der Befragten für die CDU-Chefin entscheiden.

Eklatant auch die Entwicklungen bei der Frage danach, welcher Partei die Befragten zutrauen, mit den Problemen des Landes am besten fertig zu werden. Nannten in der Vorwoche noch 29 Prozent die Union, sind nun nur noch 23 Prozent von der Kompetenz von CDU/CSU überzeugt.

Vizekanzler Sigmar Gabriel und die SPD können von dieser Entwicklung nicht entscheidend profitieren. Der SPD-Chef steigt in der Gunst der Wähler nur leicht um 1 Prozentpunkt auf 16 Prozent. Die SPD stagniert in der Sonntagsfrage bei schwachen 23 Prozent. Und noch immer sind es nur 8 Prozent der Befragten, die der SPD Problemlösungskompetenz zuschreiben.

Gewinner der ersten Januarwochen ist die AfD. Nach 9 Prozent in der vergangenen Woche, geht es abermals um einen Prozentpunkt aufwärts. Mit 10 Prozent ist die AfD erstmals im zweistelligen Bereich. Die übrigen Parteien: Die FDP bleibt bei 5 Prozent, die Grünen bei 10 Prozent und die Linkspartei verliert einen Punkt und landet bei 9 Prozent. Der fehlende Prozentpunkt kommt den sonstigen Splitterparteien zugute.

Forsa befragte 2501 Bundesbürger zwischen dem 11. Und 15. Januar 2016. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei +/- 2,5 Prozentpunkten.

Quelle: n-tv.de

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