Für sechs Millionen Deutsche BankAckermann kauft Aktien
Der oberste Deutschbanker Josef Ackermann investiert Millionen aus seinem Privatvermögen in seinen Arbeitgeber. Er schöpft sein Bezugsrecht bei der laufenden Kapitalerhöhung voll aus und kauft Aktien im Gesamtwert von 6,2 Millionen Euro.
Der Vorstandsvorsitzende
der Deutschen Bank, Josef Ackermann, hat seine Bezugsrechte im Rahmen der
milliardenschweren Kapitalerhöhung seiner Bank ausgeübt und 186.863 Aktien im
Gesamtwert von 6.166.479 (Kurs: 33,00 Euro) gekauft. Das geht aus einer Pflichtmitteilung
hervor.
Damit übt Ackermann sein
Bezugsrecht maximal aus. Mit dem Kauf lagern nun 560.589 Aktien der Deutschen
Bank im Depot des Schweizers - im Wert von aktuell rund 22 Mio. Euro. Nach
früheren Angaben der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) war
Ackermann 2009 mit einem Jahreseinkommen von rund 9,6 Mio. Euro
Spitzenverdiener unter den Managern der Dax-Unternehmen. Wie die Resonanz bei der
Kapitalerhöhung insgesamt ist, war auf Anfrage bei der Deutschen Bank nicht zu erfahren.
Bezugsrechtehandel läuft
Aktionäre der Deutschen
Bank können für zwei alte Aktien mit Bezugsrecht eine neue zum Preis von 33 Euro
kaufen. Der Bezugsrechtehandel läuft an diesem Freitag aus. Die Ausübung des Bezugsrechtes,
also der Kauf zum Preis von 33 Euro, ist bis einschließlich des 5. Oktobers möglich.
Mit der geplanten Anhebung
des Kapitals im Volumen von 10,2 Mrd. Euro will die Deutsche Bank in erster Linie
die Übernahme der Postbank finanzieren, sich aber auch für die schärferen Kapitalanforderungen
wappnen. Diese will die Bank bereits Ende 2013 erfüllen, wofür es aber laut Ackermann
keinen Applaus bei den Investoren gab.
Vielmehr hätten andere Banken
die Erwartungshaltung hochgesetzt, indem sie noch früher die Anforderungen der in
Basel getroffenen Regelungen erfüllen wollen. Dadurch würde ein gefährlicher Wettkampf
entstehen, da die Banken ihre Bilanzsumme über Maß zu reduzieren, um nicht abgestraft
zu werden, hatte der Lenker der Deutschen Bank jüngst gewarnt.