Immer am BallAdidas erhöht Prognose
Das Jahr 2010 steht im Zeichen der Fußball-WM in Südafrika. Das weiß auch Adidas und frohlockt bereits: Der Ausblick für das Gesamtjahr fällt nach dem ersten Quartal positiver aus.
Der Sportartikel-Hersteller Adidas rechnet wegen der Fußball-Weltmeisterschaft und Verbesserungen bei seiner US-Tochter Reebok mit einem höheren Umsatz in diesem Jahr. Währungsbereinigt sollen die Erlöse um einen mittleren einstelligen Prozentsatz klettern, wie der Branchenzweite hinter Marktführer Nike mitteilte. Bisher hatte der Dax-Konzern eine niedrige bis mittlere einstellige Rate in Aussicht gestellt. Adidas gibt sich damit etwas optimistischer als der Lokalrivale Puma.
Die Gewinnprognose hatte Adidas bereits im April angehoben. Demnach rechnet der Konzern mit einem Überschuss von 430 Mio. bis 480 Mio. Euro. Zuvor war der Vorstand von 400 Mio. bis 450 Mio. Euro ausgegangen. Der Rekordwert von 642 Mio. Euro aus dem Jahr 2008 bleibt für die Franken trotz WM in Südafrika in weiter Ferne.
Rekordumsätze im Fußball-Segment
Im ersten Quartal 2010 steigerte Adidas den Umsatz um vier Prozent auf knapp 2,7 Mrd. Euro. Vorstandschef Herbert Hainer sprach von Rekordumsätzen im Fußball-Segment. Klar angezogen habe das Geschäft in Nord- und Lateinamerika. Sorgenkind bleibt China, wo das Unternehmen nach den Olympischen Spielen im Sommer 2008 kaum mehr punkten konnte und der Umsatz weiter deutlich fällt. Die lange krisengeplagte Marke Reebok legte im Auftaktquartal währungsbereinigt um 1,5 Prozent zu.
Der Konzernüberschuss kletterte in den ersten drei Monaten, wie bereits bekannt, auf 168 Mio. Euro. Im Jahr zuvor waren es wegen der Konsumflaute und Sonderkosten nur 5 Mio. Euro gewesen. Die Bruttomarge verbesserte sich im Berichtszeitraum um über drei Punkte auf 48,6 Prozent. Darin spiegeln sich niedrigere Beschaffungskosten, geringere Rabatte sowie positive Währungseffekte durch die Aufwertung des russischen Rubels wider. Im Gesamtjahr will Adidas eine Bruttomarge von 46,5 bis 47,5 Prozent erreichen - etwas mehr als bisher.
Schuldenabbau geht weiter
Der Konzern baut zudem seinen Schuldenberg weiter ab. Die Nettofinanzverbindlichkeiten, die nach der milliardenschweren Reebok-Übernahme 2006 deutlich angestiegen waren, gingen bis Ende März auf 1,35 Mrd. Euro zurück.