Wirtschaft
Tim Cook spricht von "dümmlichen Nebenkriegsschauplätzen", wenn es um den angehäuften Geldberg des Konzerns und dessen Verwendung geht.
Tim Cook spricht von "dümmlichen Nebenkriegsschauplätzen", wenn es um den angehäuften Geldberg des Konzerns und dessen Verwendung geht.(Foto: REUTERS)

Showdown zwischen Cook und Einhorn: Apple und seine "iPrefs"

Kommt der Apple-Fernseher? Oder doch die Apple-Uhr? Hedgefonds-Manager Einhorn hätte statt iTV und iWatch lieber die "iPrefs". Er will an die Reserven des Technologieriesen, die sich auf mehr als 135 Mrd. Dollar belaufen. Konzernchef Cook bezeichnet das Vorhaben Einhorns als "dümmlich". Auf der Hauptversammlung treffen die beiden aufeinander.

Die große Revolte ist auf der Apple-Hauptversammlung ausgeblieben. Während es im Vorfeld einen Aufruhr gegeben hatte, weil ein Investor die Geldreserven des iPhone-Herstellers anzapfen wollte, blieb es auf dem Aktionärstreffen friedlich. Die Anleger bestätigten die Mitglieder des Verwaltungsrats nach einer vorläufigen Auszählung mit großer Mehrheit in ihren Ämtern, wie Anwesende berichteten. Zu dem höchsten Firmengremium gehört auch Konzernchef Tim Cook.

Apple steht unter Druck, den Aktionären mehr von seinem gut 137 Mrd. Dollar (105 Mrd. Euro) schweren Geldberg abzugeben. Das Thema hatte der bekannte Hedgefonds-Manager und Apple-Anteilseigner David Einhorn aufgebracht, der die Ausgabe von speziellen Vorzugsaktien verlangt. Er nennt sie "iPrefs". Einhorn hatte bei Fernsehauftritten und in einer eigens anberaumten Telefonkonferenz für seinen Vorschlag geworben. Auf der Hauptversammlung, die für Kameras und Mikrofone tabu war, wurde er indes nicht gesichtet.

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Die Hauptversammlung war vor allem deshalb mit Spannung erwartet worden, weil Hedgefonds-Manager Einhorn in der vergangenen Woche vor einem New Yorker Gericht einen Sieg errungen hatte, als Apple eine für die Hauptversammlung geplante Abstimmung kippen musste. Dabei wäre es um eine Satzungsänderung gegangen, die eine Ausschüttung der Reserven erschwert hätte. Cook nannte das Gerichtsverfahren laut Anwesenden erneut einen "dümmlichen Nebenkriegsschauplatz" und fügte hinzu: "Egal wie der Richter entschieden hat."

Von 705 auf 443 Dollar

Apple-Chef Cook erklärte, "gründlich darüber nachzudenken", wie die Anteilseigner am enormen Geldberg beteiligt werden könnten. Dieses Versprechen hatte er schon zuvor abgegeben, ohne jedoch in die Details zu gehen. Auch jetzt blieb er vage. Cook hatte bereits mit der Leitlinie seines verstorbenen Vorgängers Steve Jobs gebrochen und nach 17 Jahren wieder eine Dividende eingeführt. Zusammen mit einem Aktienrückkauf fließen den Aktionären damit schon jetzt 45 Mrd. Dollar zu.

Trotz des Geldsegens ist die Apple-Aktie von ihrem Höchststand von 705,07 Dollar auf noch 443,40 Dollar gefallen. "Ich mag das auch nicht", sagte der Konzernchef laut dem Wirtschaftssender CNBC. Während die Hauptversammlung lief, gab die Aktie um 1 Prozent nach. Apple-Aktionäre wie Apple-Fans warten gespannt auf frische Produkte. Cook erklärte, sich neue Kategorien anzuschauen. Schon seit langen wird über einen Apple-Fernseher und seit kurzem auch über eine Apple-Uhr spekuliert.

Quelle: n-tv.de

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