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Taghell leuchtet der Flammenschweif von Flug VA229: Die Ariane 5 hebt planmäßig ab.
Taghell leuchtet der Flammenschweif von Flug VA229: Die Ariane 5 hebt planmäßig ab.(Foto: dpa)

Breitband-Zugang für Brasilien: Ariane trägt 6,5-Tonnen-Satellit ins All

Bilderbuchstart in Französisch-Guyana: Am europäischen Weltraumbahnhof steigt am Morgen eine Trägerrakete in den Nachthimmel auf. An der Spitze der Ariane 5 rast ein Hochleistungssatellit seinem künftigen Bestimmungsort entgegen.

Eine Ariane-5-Rakete hat erfolgreich einen Kommunikationssatelliten ins All gebracht. Der Lastenträger hob am frühen Morgen deutscher Zeit vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guyana ab.

Der 6500 Kilogramm schwere Satellit namens "Eutelsat 65 West-A" soll Fernsehen und Internetverbindungen in Lateinamerika anbieten. Der Betreiber Eutelsat erhofft sich vor allem verbesserte Kapazitäten für den Markt in Brasilien.

"Der Satellit kombiniert die Vorteile einer breiten Abdeckung in den Frequenzbändern C und Ku für TV-Übertragungen an Kopfstellen und den Direktempfang mit einer flexiblen Nutzlast mit hohem Datendurchsatz für Breitbandzugänge im Ka-Band", heißt es in einer Mitteilung des Betreibers. "Durch diese besondere Tri-Band-Konfiguration kann Eutelsat Märkte mit hohen Wachstumspotenzialen in ganz Lateinamerika adressieren."

Netzzugang für 15 Jahre

Der Flächenstaat am Amazonas beherbergt mit seinen 206 Millionen Einwohner die stärkste Volkswirtschaft Südamerikas. Die allgemeinen Wachstumspotenziale stellten sich dort zuletzt allerdings düster aus: Brasilien kämpft mit einer hohen Inflation, schwachen Konjunkturaussichten und einem Korruptionsskandal, der bis in die Regierung reicht.

Entwickelt und gebaut wurde der Satellit im Auftrag von Eutelsat bei dem kanadisch-US-amerikanischen Raumfahrtspezialisten Space Systems Loral (SSL). Der künstliche Erdtrabant ist auf eine "voraussichtliche Lebenszeit" von 15 Jahren und mehr ausgelegt.

Die Trägerrakete setzte den Hochleistungssatelliten nach etwa einer halben Stunde Flugzeit in mehr als 200 Kilometern Höhe auf einem Transferorbit aus. Anschließend sollte sich der Satellit aus eigener Kraft weiter zu seiner endgültigen Orbitalposition auf 65 Grad West in fast 36.000 Kilometern Höhe bewegen.

Quelle: n-tv.de

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