Freitag, 22. Januar 2010
Bei Vertragskündigung übertölpelt: Autohändler verklagen GM
Der US-Autobauer General Motors sieht sich einer Klage kanadischer Autohändler gegenüber. Insgesamt 215 Händler monieren den Ablauf des Insolvenzverfahrens im vergangenen Jahr und machen einen Schaden von 750 Millionen US-Dollar geltend. In der eingereichten Klage werfen sie General Motors und einer Rechtsanwaltskanzlei vor, sie mit der Kündigung ihrer Händlerverträge übertölpelt zu haben.
Die Händler seien die einzigen gewesen, die keine Stimme bei der Restrukturierung von GM gehabt hätten, heißt es in der Klage. General Motors hatte sich im vergangenen Sommer in die Insolvenz geflüchtet, um alten Ballast über Bord zu werfen. Dabei kündigte der Konzern auch Hunderten Händlern, um Kosten zu sparen.
Mit kräftiger finanzieller Hilfe der US-amerikanischen und kanadischen Regierung gelang GM der Neuanfang. Dafür halten die beiden Staaten nun die Mehrheit an dem Autobauer.
Ursprünglich, so die Klage, hätte die Rechtsanwaltskanzlei Cassels Brock & Blackwell die kanadischen Händler geschlossen bei der Insolvenz von GM vertreten wollen. Die Kanzlei habe jedoch verschwiegen, dass sie auch für die kanadische Regierung arbeite. Die hatte die Insolvenz von GM mitgetragen. Binnen weniger Tage hätten sich die Händler deshalb neue Anwälte suchen müssen, viele Händler hätten unter dem Zeitdruck einfach die Kündigung ihrer Verträge akzeptiert.
wne/dpa
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