Wirtschaft

Brot und Brötchen teurerBäcker wollen mehr Geld

10.09.2010, 13:57 Uhr

Bäckerei-Kunden müssen in den kommenden Wochen mit Preiserhöhungen rechnen. Die Anhebungen dürften zwischen zwei und drei Prozent ausmachen. Welche Waren teurer werden, entscheiden die Unternehmen von Fall zu Fall vor Ort.

Brot
Der Eindruck täuscht, der Weizenpreis ist nicht alles: Der Brotpreis wird maßgeblich von Faktoren wie Energie-, Lager-, Transport- und Personalkosten, Mieten oder auch Steuern beeinflusst. (Foto: picture alliance / dpa)

Brot und Brötchen dürften in den kommenden Wochen teurer werden. Sowohl der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks als auch der Verband Deutscher Großbäckereien kündigten Preisanheb ungen an. Über alle Produkte von Brötchen bis Kuchen dürften die Anheb ungen zwischen zwei und drei Prozent ausmachen, teilte der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks mit.

Stark gestiegene Kosten etwa für Weizen, Roggen, Energie und Personal könnten viele Bäckereien nicht auffangen. Welche Waren teurer würden, entschieden die Unternehmen aber von Fall zu Fall vor Ort. "Wir versuchen, so wenig wie möglich die Verbraucher zu belasten, müssen aber dafür sorgen, dass die Betriebe weiter investieren und ausbilden können", sagte Verbandspräsident Peter Becker in Berlin.

Höhere Kosten bei Energie und Löhnen

Nach dem Bäckerhandwerk kündigte auch der Verband Deutscher Großbäckereien steigende Preise für Brot und Brötchen an. Auch er verwies zur Begründ ung auf die höheren Kosten bei Rohstoffen und Energie sowie Lohnerhöh ungen.

Die Preise für Roggen und Weizen seien gut doppelt so hoch wie im Vorjahr, sagte Verbandspräsident Helmut Klemme in Düsseldorf. Die Kosten pro Brot hätten sich damit um sieben bis acht Cent erhöht. Über alle Produkte von Brötchen bis Kuchen dürften die Anheb ungen zwischen zwei und drei Prozent ausmachen. Der Verband Deutscher Großbäckereien repräsentiert Lieferbetriebe und Filialbäckereien, die insgesamt r und 60 Prozent des Branchenumsatzes erwirtschaften.

Weizen für ein Brot nur elf Cent teurer

Die Preisanheb ungen kommen nicht überraschend. Zuletzt lieferte die Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) ähnliche Zahlen. Sie bezifferte den Preisanstieg bei Weizen zum Vorjahr mit 75 Prozent. Die für ein Brot von 1250 Gramm benötigte Menge Weizenmehl koste derzeit 25 Cent und damit elf Cent mehr als im Vorjahr.

Bei einem Preis von drei Euro für das Brot steige der Rohstoffanteil des Weizens am Verkaufspreis damit von vier auf acht Prozent im Jahresvergleich.

Laut AMI bestimmen nicht nur die Getreidepreise, sondern vor allem Verarbeit ungs- und Handelsspannen den Brotpreis. Sie wiederum würden erheblich von Energie-, Lager-, Transport- und Personalkosten, Mieten oder auch Steuern beeinflusst. Gerade diese Einflussfaktoren seien oft maßgeblicher als steigende oder sinkende Preise für Agrarrohstoffe.

Quelle: ddi/dpa/DJ