Wirtschaft

Vereinbarung mit Fannie/Freddie: Bank of America muss büßen

Die Bank of America (BoA) schreibt nochmals Milliarden auf Hypotheken ab. Gund ist die Beilegung eines lange schwelenden Rechtsstreits mit den staatlichen Baufinanzierern Fannie Mae und Freddie Mac. Sein Geldinstitut wolle diese Themen endlich hinter sich lassen, sagt BoA-Chef Moynihan. Die BoA gehört zu den Verlierern der Finanzkrise.

(Foto: picture alliance / dpa)

Der Bank of America (BoA) kommen nach wie vor faule Hypothekenkredite teuer zu stehen. Die größte Bank der Vereinigten Staaten muss insgesamt fünf Milliarden Dollar in den Wind schreiben.

Der Hauptteil der Summe rührt aus einer Einigung mit den beiden staatlichen Baufinanzierern Fannie Mae und Freddie Mac her, die große Pakete an Immobilienkrediten aufgekauft hatten. Wegen der Wirtschaftskrise können viele Hausbesitzer ihre Raten nicht zahlen.

"Wir wollen diese Themen hinter uns lassen", sagte BoA-Chef Brian Moynihan. Die Bank hatte sich die Probleme mit der Übernahme des einst landesweit größten Immobilienfinanzierers Countrywide im Jahr 2008 ins Haus geholt. Countrywide hatte selbst denjenigen noch Kredit gewährt, die kaum Sicherheiten hatten und sich deshalb eigentlich gar kein Haus hätten leisten können. Die Kredite bündelte Coutrywide dann und verkaufte sie an Fannie Mae und Freddie Mac weiter.

Die laxe Kreditvergabe rächt sich heute. Fannie Mae und Freddie Mac mussten mit Milliarden Dollar vom Staat gestützt werden. Die BoA als einer der Geschäftspartner hat den beiden Baufinanzierern als Wiedergutmachung vor wenigen Tagen jeweils rund 1,3 Milliarden Dollar überwiesen - und damit einen lange schwelenden Rechtsstreit aus der Welt geschaffen, der wie ein Damoklesschwert über ihr hing. Die Anleger zeigten sich erleichtert: Vorbörslich sprang der Kurs der Aktie der Bank of America hoch.

Mit Countrywide-Übernahme verhoben

Die milliardenschweren Rückstellungen und Abschreibungen werden das Ergebnis des vierten Quartals 2010 belasten. Bereits im dritten Quartal hatte die BoA einen Verlust von unterm Strich 7,6 Milliarden Dollar erlitten, wenn auch wegen des Kreditkartengeschäfts.

Die Großbank gehört zu den Verlierern der Finanzkrise. Sie hatte sich nicht nur mit der Übernahme von Countrywide verhoben, sondern auch mit dem Kauf der Investmentbank Merrill Lynch. Der Steuerzahler musste in der Krise einspringen.

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Quelle: n-tv.de

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