Wirtschaft

Am chinesischen HakenChina wichtigster Lieferant

09.08.2010, 06:54 Uhr

Chinas Wirtschaft läuft rund. Das BIP wächst weiter prozentual zweistellig. Und das ist auch gut so - zumindest für deutsche Unternehmen. Für sie hat sich das "Reich der Mitte" zum größten Zulieferer gemausert.

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Containerumschlag am Hamburger Hafen: Immer mehr Waren kommen aus China, bestimmt für deutsche Unternehmen. (Foto: picture-alliance/ dpa)

China ist einem Medienbericht zufolge zum wichtigsten Lieferanten für Deutschland aufgestiegen. Die Volksrepublik exportiere 2010 Waren im Wert von rund 65 Mrd. Euro nach Deutschland, berichtete die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf Zahlen des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK). Das sei mehr als jedes andere Land. Hauptartikel seien nicht nur billige Textilien und Spielzeug, sondern zunehmend auch Elektrogeräte wie Handys, Laptops, DVD-Spieler.

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag wollte am Montag eine Studie zum deutschen Außenhandel 2010/2011 veröffentlichen. China hat Deutschland im vergangenen Jahr als Exportweltmeister abgelöst.

Und der Status Chinas für die deutsche Wirtschaft wird sich künftig auch nicht ändern, denn Chinas Wachstum wird sich nach Einschätzung eines Wirtschaftsexperten in der zweiten Jahreshälfte kaum abkühlen. Dank einer stabilen Entwicklung im zweiten Halbjahr rechne er für das Gesamtjahr mit einem Anstieg der Wirtschaftsleistung um zehn bis elf Prozent, sagte Zhang Yutai, der das staatliche Development Research Centre leitet. Der Chef der Expertenkommission ist damit zuversichtlicher als viele andere Volkswirte. Diese hatten ihre Prognosen zuletzt meist auf einen BIP-Zuwachs zwischen neun und zehn Prozent gesenkt und die Herunterstufung damit begründet, dass die jüngsten Konjunkturprogramme auslaufen und weniger Geld in den Immobilienmarkt gesteckt wird.

Offiziell erwartet die Volksrepublik für dieses Jahr, dass die Wirtschaft um rund 9,5 Prozent wächst. Im zweiten Quartal belief sich das Wachstum auf 10,3 Prozent und zu Jahresanfang auf 11,9 Prozent.

Quelle: bad/rts