Wirtschaft

3D macht KasseCinemaxx verdient wieder

29.03.2010, 16:28 Uhr

Dank der jüngsten 3D-Kassenschlager kann Cinemaxx wieder Gewinne verbuchen. Vor allem das Gastronomiegeschäft in den Schauspielhäusern der Kette verzeichnete ernorme Zuwachsraten. Die Investitionen von 6,5 Millionen in die 3D-Technik scheinen sich zu amortisieren.

Die Kinokette Cinemaxx hat nach jahrelanger Sanierung den Weg in die Gewinnzone gefunden. Für das Jahr 2009 sei nach vorläufigen Zahlen ein Gewinn von 20 Millionen Euro zu erwarten, nach einem Verlust von 5,1 Millionen Euro im Jahr zuvor. Der Umsatz erhöhte sich von 168 auf 195 Millionen Euro; mit sonstigen betrieblichen Erträgen erreichte Cinemaxx eine Gesamtleistung von 207 (Vorjahr: 180) Millionen Euro.

Der Kino-Konzern profitierte dabei von einem starken Filmangebot und dem Trend zu 3D-Filmen. Es kamen 18,1 Millionen Besucher in die Cinemaxx-Kinos - rund eine Million mehr als im Jahr zuvor. Sie gaben mehr für die Tickets sowie für Popcorn und Cola aus. So erhöhten sich die Ticketeinnahmen für Cinemaxx um 17 und die Gastronomieeinnahmen um 18 Prozent. "Durch höhere 3D-Ticketpreise und ein attraktives Angebot an 3D-Filmen wirkten sich unsere Investitionen bereits im Jahr 2009 in Form von deutlichen Umsatz- und Ergebnisbeiträgen aus", heißt es in der Mitteilung. Der leichte Rückgang der Werbeerlöse von 7,6 auf 6,9 Millionen Euro sei dagegen kaum ins Gewicht gefallen.

Cinemaxx hatte mit einem Aufwand von 6,5 Millionen Euro ein Fünftel seiner 300 Kinosäle mit 3D-Technik ausgerüstet. "3D hat sich als eine starke Ergänzung für das Kinogeschäft erwiesen, weil es einzig im Kino zu sehen ist", sagte Vorstandschef Christian Gisy der Nachrichtenagentur dpa. Für das laufende Jahr sei er zuversichtlich. "Es läuft nach wie vor sehr gut; Januar und Februar lagen über Plan." Die Filme "Avatar", "Shutter Island" und "Alice im Wunderland" hätten sich als Publikumsrenner erwiesen; in der Pipeline seien weitere erfolgversprechende Produktionen wie neue Folgen von "Shrek" und "Toy Story" oder die Computerspiel-Adaption "Prince of Persia". Die Einspielergebnisse im April und Mai seien allerdings oft stark vom Wetter abhängig; im Juni sei zudem die Fußball-WM für die Kinos ein Unsicherheitsfaktor.

Quelle: dpa