Wieder längere ArbeitszeitenDaimler steuert um
Der Daimler-Konzern will die Vereinbarung zur Arbeitszeitverkürzung ohne Lohnausgleich Mitte nächsten Jahres zumindest in der Pkw-Sparte auslaufen lassen. Derzeit sei nicht davon auszugehen, dass dieses Programm verlängert werde, sagte Daimler-Chef Dieter Zetsche.
Solch eine Maßnahme finde für einen überschaubaren Zeitraum Verständnis bei den Mitarbeitern, so der Manager zur "Stuttgarter Zeitung". Es könne nicht endlos verlängert werden.
Vor allem in der Pkw-Sparte könne es wahrscheinlich einige Quartale ohne Kurzarbeit geben, sagte Zetsche der Zeitung weiter. Als Grund für den Optimismus nannte der Daimler-Chef eine die gute Nachfrage nach den Modellen der E- und S-Klasse sowie nach dem Geländewagen GLK. Für den Lkw-Bereich gebe es hingegen keine Entwarnung. Hier sei auch im nächsten Jahr Kurzarbeit in größerem Umfang erforderlich, weil die Märkte noch immer um 50 Prozent unter dem Normalniveau lägen, sagte Zetsche.
Die Verkürzung der Arbeitszeit um 8,75 Prozent für die 73.000 Angestellten in Verwaltung, Vertrieb sowie Forschung und Entwicklung in Deutschland wurde im April eingeführt. Seitdem müssen die Beschäftigten auch auf 8,75 Prozent ihres Entgelts verzichten. Dieser Beitrag der Angestellten war Teil eines Sparpakets mit Einsparungen von zwei Milliarden Euro bei den Personalkosten in diesem Jahr.