Keiner will die Party verlassenDax leichter gesehen

Zum Auftakt am deutschen Aktienmarkt dürften die Kurse etwas nachgeben, obwohl die Anleger im Grunde motiviert sind. Keiner will die Party als erster verlassen, heißt es.
Zum Auftakt am deutschen Aktienmarkt dürften die Kurse etwas nachgeben. "Aus dem späten US-Handel gestern und aus Asien kommen kaum Impulse und auch keine einheitlichen Vorgaben", stellt ein Händler fest. "Der Dax kämpft sich pünktchenweise nach oben, weil keiner die Party als erster verlassen will", meint ein anderer Händler. Zu den potenziellen "Party-Schrecks" Inflation, Konjunktureintrübung in China und Eurozonen-Schuldenkrise habe es jüngst keine fatalen Nachrichten gegeben, die einen Ausverkauf hätten auslösen können.
Möglicherweise sorge der Optionsverfall am Freitag für die "längst überfällige" Korrektur. An der Eurex liegt das größte Open Interest der Februar-Dax-Optionen am Basispreis 7.300 Punkte und beim Euro-Stoxx-50 bei den Strike-Preisen 2.950 und 3.000. "Auf diesen Niveaus sind die Schmerzen am geringsten", meint ein Beobachter. Technisch unterstützt ist der Dax auf Tagessicht bei 7.355 Pivot-Punkten, bei 7.474 Punkten liege ein Widerstand.
Vorbörslich steigen Daimler um ein Prozent auf 54,10 Euro, J.P. Morgan hat das Kursziel erhöht auf 79 von 75 Euro. Auch Commerzbank legen gut ein Prozent zu. Auf der anderen Seite geben Deutsche Börse um 1,3 Prozent auf 58,10 Euro nach. In der zweiten Reihe legen Brenntag 0,4 Prozent zu auf 73 Euro, das Unternehmen hat mit seinen Jahreszahlen die selbst gesteckten Ziele übertroffen.