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"Instrument illegaler Aktivitäten": EZB plant offenbar Ende der 500-Euro-Note

Die Abschaffung des 500-Euro-Scheins wird konkret: Einem Bericht zufolge leitet die EZB erste Schritte ein, um die größte Euro-Note loszuwerden. Grund dafür ist, dass die Banknoten vor allem für illegale Geschäfte benutzt werden.

Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) will laut "Handelsblatt" den 500-Euro-Schein abschaffen. Das oberste Beschlussorgan der EZB habe vor kurzem mit großer Mehrheit eine entsprechende Absichtserklärung getroffen, berichtete die Zeitung unter Berufung auf Notenbankkreise. Diese schriftlich vereinbarte Willensbekundung sei ein Hinweis darauf, wie eine in wenigen Monaten geplante endgültige Entscheidung ausgehen werde.

Der 25-köpfige Rat habe den Banknotenausschuss beauftragt, die technischen Details zu klären, wie der 500-Euro-Schein aus dem Verkehr gezogen werden könne. Der Ausschuss solle dies innerhalb von zwei bis drei Monaten klären. Die endgültige Entscheidung trifft der EZB-Rat.

EZB-Präsident Mario Draghi äußerte sich zurückhaltend zur Abschaffung der 500-Euro-Note. Man denke über eine Abschaffung der 500-Euro-Banknote nach, sagte er. Draghi versicherte zudem vor dem Wirtschaftsausschuss des Europäischen Parlaments, dass ein mögliches Ende der 500-Euro-Note nichts mit einer Begrenzung des Bargelds zu tun habe.

EU-Finanzminister fordern "angemessene Maßnahmen"

Kritiker der Maßnahme hatten zuvor auf die Gefahr hingewiesen, dass ein Ende der 500er-Note der erste Schritt hin zur einer kompletten Abschaffung des Bargelds sein könnte. Draghi verwies allerdings darauf, dass die größte Banknote im Euroraum für kriminelle Zwecke genutzt werde. "Der 500-Euro-Schein ist ein Instrument für illegale Aktivitäten", betonte der Notenbankchef. Eine Abschaffung der größten Banknote würde die Menschen in der Eurozone nicht vom Sparen abhalten, versicherte Draghi weiter. "Wenn sie nicht in 500-Euro-Scheinen sparen, dann eben in 200-Euro-Scheinen."

Die EU-Finanzminister hatten bei ihrem jüngsten Treffen am Freitag in Brüssel deutlich gemacht, dass sie von der EZB "angemessene Maßnahmen" mit Blick auf den 500-Euro-Schein erwarten. Bundesbank-Präsident Jens Weidmann ist allerdings skeptisch, ob eine Abschaffung des 500ers wie auch ein Verbot größerer Bargeldgeschäfte tatsächlich kriminelle Aktivitäten eindämmen können.

Quelle: n-tv.de

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