Dienstag, 23. Februar 2010
Frühling sehnsüchtig erwartet: Einzelhandel fröstelt im Winter
Schnee, Eis, Glätte - da wagen sich kaum Käufer in die Geschäfte. Das Jammern des deutschen Einzelhandels hält sich allerdings in Grenzen, denn "der Frühling steht vor der Tür".
Verschlafener Einzelhandel im Winter: Der Frühling sollte bald kommen.
(Foto: picture-alliance/ dpa/dpaweb)
Den deutschen Einzelhändlern macht der strenge Winter zu schaffen. "Das hat die Stimmung eingefroren", sagte die Sprecherin des Branchenverbandes HDE, Ulrike Hörchens. "Wegen Schnee und Eis war es für viele Kunden schwerer, in die Geschäfte zu kommen." Von einem Käuferstreik könne aber nicht die Rede sein - "zumal Tauwetter eingesetzt hat und der Frühling vor der Tür steht", sagte Hörchens. "Das wird sicher dazu beitragen, die Stimmung wieder anzuheizen."
Der Ifo-Geschäftsklimaindex war im Februar überraschend gesunken. Verantwortlich dafür sei ein Rückschlag im Einzelhandel, sagte Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn. Hörchens betonte aber, das Geschäftsklima im Einzelhandel sei noch immer besser als Anfang 2009. Gleichwohl werde die Branche noch längere Zeit unter den Folgen der Wirtschaftskrise leiden. "Das wird ein schwieriges Jahr für den Einzelhandel", sagte die Sprecherin. Der HDE rechnet mit stagnierenden Umsätzen, nachdem es 2009 das größte Minus seit der Wiedervereinigung gegeben hatte.
rts
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