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Wirtschaft

Donnerstag, 14. Januar 2010

China verschlingt Stahl: Erz-Rekord für Rio Tinto

Gemessen am Stahlmarkt erscheint die weltweite Wirtschaftskrise längst überwunden. Doch Marktbeobachter warnen: Der Nachfrageboom beruht zu einem Großteil auf staatlichen Stützungsmaßnahmen. Deren Wirkung hält nicht ewig.
In Australien schabt Rio Tinto erzhaltiges Gestein aus dem Boden, um es an die Chinesen zu verkaufen.

In Australien schabt Rio Tinto erzhaltiges Gestein aus dem Boden, um es an die Chinesen zu verkaufen.
(Foto: REUTERS)

Der australisch-britische Bergbaukonzern Rio Tinto hat die Weltwirtschaftskrise weitgehend hinter sich gelassen und verbucht wieder Produktionsrekorde. Im vergangenen Jahr förderte das Unternehmen nach eigenen Angaben vom Donnerstag 217 Mio. Tonnen Eisenerz - so viel wie noch nie in einem Jahr. Im Schlussquartal setzte der Konzern 61 Mio. Tonnen ab - auch das war ein Rekord.

Rio Tinto führte das Wachstum vor allem auf den Boom in China zurück. Das Land hatte als Folge der globalen Krise ein milliardenschweres Konjunkturprogramm zum Aufbau der Infrastruktur aufgelegt. Davon profitierte insbesondere die Stahlindustrie. Vorläufigen Schätzungen zufolge wurde 2009 fast die Hälfte des Stahls weltweit in China produziert.

Die weitere Entwicklung beurteilte Rio-Chef Tom Albanese hingegen zurückhaltend: "Wir sehen eine Erholung bei den meisten unserer Rohstoffe, aber wir beurteilen die Lage der Weltwirtschaft weiter vorsichtig."

2007 hatte Rio den kanadischen Aluminium-Hersteller Alcan auf dem Höhepunkt des globalen Wirtschaftsbooms übernommen. Mit der Wirtschaftskrise brachte der milliardenschwere Zukauf Rio Tinto in Bedrängnis. Ende Juni 2009 war der Schuldenberg 39,1 Mrd. US- Dollar hoch.

Für Erleichterung sorgte aber inzwischen eine Kapitalerhöhung, die knapp 15 Mrd. Dollar in die Kassen spülte. Zudem brachten Verkäufe von Geschäftsteilen 10,3 Mrd. Dollar ein.

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dpa

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