Wirtschaft

EZB setzt auf RuheEuro-Hickhack nicht überbewerten

14.06.2010, 12:51 Uhr

Die Europäische Zentralbank will trotz der Spekulationen um den Euro die Füße stillhalten. Man begrüße die Entwicklung nicht - um Maßnahmen zu ergreifen, fehle aber der Grund, sagte EZB-Ratsmitglied Nowotny.

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(Foto: picture alliance / dpa)

Die Europäische Zentralbank spielt auf Zeit und hat nach Angaben von EZB-Ratsmitglied Ewald Nowotny keine Pläne, auf die aktuellen Wechselkursentwicklungen einzuwirken. "Die Tendenzen sind völlig unproblematisch", sagte Nowotny, Chef der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB).

Gleichzeitig stellte er aber klar, dass die EZB selbstverändlich gegen abrupte, vehemente Schwankungen sei, die sich nicht aus ökonomischen Faktoren erklären ließen und somit spekulativ seien. "Ich würde das aber nicht überbewerten. Wir begrüßen das nicht, aber wir sehen auch keinen Grund, Maßnahmen zu setzen", hob Nowotny hervor.

Der Euro ist im Zuge der europäischen Schuldenkrise auf handelsgewichteter Basis im vergangenen halben Jahr um 17 Prozent gefallen und in den vergangenen drei Monaten um 6,5 Prozent. Derzeit notiert er mit 1,2240 Dollar aber auch wieder deutlich erholt von seinem Vierjahrestief bei knapp über 1,18 Dollar.

Quelle: rts