Freitag, 03. September 2010
Lukratives Geschäft: FMC im Land der Scheichs
Fresenius Medical Care (FMC) zieht einen dicken Fisch an Land. Das Dax-Unternehmen betreibt Dialysekliniken in Abu Dhabi. FMC ist Branchenprimus im Geschäft mit der Blutwäsche chronisch Nierenkranker.Der Dialysespezialist Fresenius Medical Care (FMC) behandelt künftig auch Patienten am Persischen Golf. Das Unternehmen wird nach eigenen Angaben künftig in Abu Dhabi die Dialyseklinken des öffentlichen Gesundheitsdienstleisters Abu Dhabi Health Services (Seha) betreiben. FMC habe einen entsprechenden Vorvertrag unterzeichnet.
"Der Vertrag wird uns ermöglichen, unser Vertriebsnetzwerk und unsere Präsenz in diesem Schlüsselmarkt auszuweiten", erklärte der für die Region zuständige FMC-Vorstand Emanuele Gatti. Mit der Vereinbarung steige der Dax-Konzern in einen Schlüsselmarkt im Nahen Osten ein. Über finanzielle Details sei Stillschweigen vereinbart worden.
FMC ist Branchenprimus im Geschäft mit der Blutwäsche chronisch Nierenkranker und betreibt weltweit rund 2600 Dialyse-Kliniken. Die Tochter des Bad Homburger Gesundheitskonzerns Fresenius betreut in seinen Kliniken über 200.000 Patienten.
Aktie heruntergestuft
An der Börse konnte FMC mit der Nachricht nicht punkten. Börsianer führten dies vor allem auf eine Studie der Commerzbank zurück. Sie hatte die Aktien in Reaktion auf einen Investorenveranstaltung des Unternehmens heruntergestuft.
Dort hatte FMC unter anderem neue Mittelfristziele vorgelegt. Demnach rechnet das Unternehmen bis 2013 zu konstanten Wechselkursen mit einem jährlichen Umsatzwachstum von sechs bis acht Prozent und einen Anstieg des Nettogewinns von rund zehn Prozent.
rts
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