Wirtschaft

Aber das Minus bleibtFiat bessert sich

21.04.2010, 13:30 Uhr

Der italienische Auto- und Industriekonzern erwirtschaftet im ersten Quartal einen deutlich niedrigeren Verlust aus als im Jahr zuvor. Der Aktienkurs profitiert aber nicht davon. Schuld ist angeblich die Nutzfahrzeugsparte Iveco.

Fiat
Die Fiat-Aktie war am Vortag noch heiß begehrt. Nach Bekanntwerden der Zahlen sackte der Kurs. (Foto: REUTERS)

Der italienische Fiat-Konzern hat seinen Verlust zum Jahresstart verringert. Netto wies die Gruppe für das erste Quartal ein Minus von rund 20 Mio. Euro nach 410 Mio. im Vorjahr aus. Fiat geht davon aus, das Gesamtjahr netto an der Grenze zur Gewinnschwelle abzuschließen. Der Umsatz stieg in den ersten drei Monaten um 14,7 Prozent auf knapp 13 Mrd. Euro.

Der Handelsgewinn betrug 352 Mio. Euro und lag damit leicht über den Analystenerwartungen. Für das Gesamtjahr rechnet Fiat hier mit einem Plus zwischen 1,1 Mrd. und 1,2 Mrd. Euro. Beim Umsatz erwartet der Konzern mehr als 50 Mrd. Euro. Die Fiat-Aktie weitete nach Veröffentlichung der Zahlen und des Ausblicks ihre Verluste aus und notierte 2,7 Prozent im Minus.

Analysten erklärten hierzu, die Nutzfahrzeugsparte Iveco habe enttäuscht. Zwar seien die Auslieferungen um 25,3 Prozent auf 26.919 Einheiten gestiegen, allerdings liege der Umsatz nach wie vor rund 50 Prozent unterhalb des Niveaus der Jahre 2007 und 2008.

Elkann neuer Chairman

Zuvor hatte das Volkswagen-Rivale mitgeteilt, dass John Elkann neuer Vorsitzender des Verwaltungsrats wird und damit Luca Cordero de Montezemolo ablöst. Geführt wird Fiat von Sergio Marchionne. Die Gruppe besteht aus mehreren Geschäftsbereichen. Dazu zählen Autos, Agrar- und Baumaschinen und Produktionssysteme.

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Elkann (rechts) löst den 62-jährigen Montezemolo als Fiat-Präsident ab. (Foto: REUTERS)

Die Autosparte macht knapp die Hälfte des Umsatzes aus. Zu ihr gehören neben der nach dem Konzern benannten Automarke auch die Hersteller Lancia und Alfa Romeo. Zudem besitzt der Konzern die Mehrheit an Ferrari und Maserati und ist an dem US-Konkurrenten Chrysler beteiligt.

Quelle: rts