Montag, 15. Februar 2010
KarstadtQuelle Versicherungen: Gewinnausbau trotz Namens
Die KarstadtQuelle Versicherungen gehören seit geraumer Zeit zur Ergo-Gruppe.
(Foto: picture-alliance/ dpa)
Die Insolvenz ihrer Namensgeber hat die KarstadtQuelle Versicherungen im vergangenen Jahr nicht entscheidend gebremst. Trotz des Makels des von der Arcandor-Pleite belasteten Namens habe sich der Gewinn auf 31,5 Millionen fast verdoppelt, teilte das Unternehmen in Fürth mit.
Zwar sei das Neugeschäft in der klassischen Lebensversicherung um 21 Prozent eingebrochen; insgesamt seien die Neubeiträge aber dank des Geldanlageprodukts "MaxiZins" um ein Drittel gestiegen, sagte ein Sprecher. Die Bruttobeiträge wuchsen um 15 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro. Viele deutsche Versicherer hatten in der Rezession Rückgänge bei Lebensversicherungen verzeichnet.
Die KarstadtQuelle Versicherungen firmieren ab sofort als Ergo Direkt. "Obwohl wir bereits seit Ende 2008 vollständig zu Ergo gehören, haben die negativen Schlagzeilen zur Arcandor-Krise auch das Geschäft der KarstadtQuelle-Versicherungen belastet", sagte Vorstandschef Peter Endres. Es sei schwer gewesen, das Vertrauen neuer Kunden zu gewinnen. Auch die KarstadtQuelle Bank, die der Valovis Bank gehört, steht vor einem Namenswechsel.
Als "Ergo Direkt" wolle der Versicherer auch jüngere Kunden ansprechen, ohne sein grundsätzlich Geschäftsmodell zu ändern, sagte der Sprecher. In den 26 Jahren seit ihrer Gründung hatten sich die KarstadtQuelle Versicherungen als "Versicherer für die zweite Lebenshälfte" verstanden, der etwa Leben-Policen ohne eigene Gesundheitsprüfung abgeboten hatte. Seit 2002 gehören sie mehrheitlich zu Ergo, im Jahr 2008 war der Handelskonzern ganz ausgestiegen.
wne/dpa
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