Trotz hohen RisikoaufschlagsGriechen zurück am Kapitalmarkt
Das hochverschuldete Griechenland will informierten Kreisen zufolge bereits am 13. Juli wieder den Kapitalmarkt anzapfen. Investoren halten das angesichts der Risikoaufschläge für riskant.
Wie es heißt,
sollen dabei Papiere mit einer Laufzeit von einem halben Jahr sowie einem Jahr ausgegeben
werden, sagte ein Regierungsvertreter. 13-Wochen-Papiere sollen zudem am 20. Juli
auf den Markt gebracht werden. Mit dem Erlös der Auktionen sollen auslaufende Anleihen
finanziert werden. Die Schuldenagentur werde am Freitag Details zu den Emissionssummen
bekanntgeben, hieß es weiter.
Am 16. Juli werden
2,16 Mrd. Euro an Sechs- und Zwölfmonatspapieren fällig. Am 23. Juli steht die Rückzahlung
von weiteren 2,4 Mrd. Euro an. Das Comeback der Griechen am Kapitalmarkt
wird kritisch gesehen. Nach Einschätzung der Marktteilnehmer würde eine missglückte
Auktion die Stimmung weiter drücken. Seit Verabschiedung der Nothilfen im Volumen
von 110 Mrd. Euro von der Euro-Zone und dem internationalen Währungsfonds (IWF)
sind die Risikoaufschläge wieder deutlich angestiegen.
Politik wirbt um Vertrauen
Die griechische Regierung hofft darauf, dass
die Investoren bis zu den Auktionsterminen am 13. Juli und 20. Juli wieder Zuversicht
fassen. Das Parlament soll vor diesem Termin über die Reform des Rentensystems abstimmen,
mit der das Renteneintrittsalter sowohl für Männer und Frauen auf 65 Jahre angehoben
werden soll.