Autoboom zieht mitInfineon will hohes Tempo halten
Infineon profitiert auch im dritten Geschäftsquartal kräftig vom anhaltenden Boom in der Autobranche. Im laufenden Quartal will der Chipkonzern diesen Anstieg wiederholen. Weil der Umsatz schon jetzt besser ausfällt als erwartet, hoffen Investoren auf ein starkes Geschäftsjahr.
Der anbrechende Abschwung
auf dem globalen Chipmarkt lässt den bayerischen Halbleiterkonzern Infineon bislang
kalt. Der Gewinn aus fortgeführtem Geschäft kletterte im abgelaufenen dritten Quartal
binnen Jahresfrist um fast drei Viertel auf 175 Mio. Euro. Der Umsatz legte um 18 Prozent auf 1,04 Mrd. Euro zu und übertraf damit die eigene Prognose. Die Marge blieb bei etwa einem Fünftel
unverändert hoch.
Infineon übertraf damit die Erwartungen der Analysten. "Diese
Zahlen belegen, dass die strategische Ausrichtung auf Energieeffizienz, Mobilität
und Sicherheit richtig ist", sieht sich Vorstandschef Peter Bauer auf seinem
Kurs bestätigt.
Umsatzhoffnung
Infineons Zuversicht ist ungebrochen.
Umsatz und operatives Ergebnis würden im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2010/11
etwa auf dem gleichen Niveau bleiben wie zuletzt. In der Endabrechnung käme Infineon damit noch etwas besser weg als bisher prognostiziert.
In den restlichen Monaten des Geschäftsjahres will
Infineon mindestens genau so viel erlösen wie im abgeschlossenen Vierteljahr. Dabei
soll das absolute Segmentergebnis voraussichtlich auf unverändertem Niveau bleiben.
Damit würde der Umsatz im Gesamtjahr um mehr als ein Fünftel wachsen. Die operative
Marge würde sich bei rund 20 Prozent einfinden. Im Vergleich zur Prognose von Anfang
Mai ist das Unternehmen somit noch etwas optimistischer geworden. Damals hatte sich
Infineon "nur" 20 Prozent mehr Erlöse als Ziel gesetzt und eine Marge
auf Höhe des ersten Halbjahres, die bei 19,8 Prozent lag.
Infineon werde weiter investieren
und in Malaysia eine zweite Fertigungslinie einrichten. Auch in Dresden werde der
Konzern eine neue Produktion von Leistungshalbleitern im Werk der zusammengebrochenen
Tochter Qimonda errichten und dafür 250 Mio. Euro investieren. Damit setzt sich
Infineon von zahlreichen Konkurrenten in Asien ab, die zuletzt auf eine schwächere
Nachfrage nach Halbleitern insbesondere aus den Branchen Unterhaltungselektronik
und IT reagieren mussten.