Wirtschaft

Bitte an EZBIrland braucht weiteres Geld

25.03.2011, 19:03 Uhr

Irland schlägt sich weiter mit seinen Problembanken und seinem desolaten Haushalt herum. Regierungschef Kenny will nun eine Verlängerung der Geldspritzen durch die EZB erwirken. Sein Land benötige Zeit, um die finanziellen Probleme zu bewältigen, so Kenny.

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Enda Kenny (Foto: REUTERS)

Irlands Ministerpräsident Enda Kenny hat die Europäische Zentralbank (EZB) um eine Verlängerung ihrer Geldspritzen für irische Banken ersucht. Beim EU-Gipfel habe er EZB-Präsident Jean-Claude Trichet darum gebeten, die angeschlagenen Finanzhäuser weiterhin mit kurzfristigem EZB-Geld zu versorgen, sagte Kenny.

"Ich habe ihn an die Tragweite erinnert", äußerte Kenny in Brüssel. Sein Land benötige Zeit, um die finanziellen Probleme zu bewältigen.

Die Banken haben sich als Achillesferse des Inselstaates herausgestellt. Es wird befürchtet, dass die Institute noch mehr als die bereits in Aussicht gestellten 35 Milliarden Euro von EU und Internationalem Währungsfonds (IWF) benötigen. Endgültige Sicherheit darüber soll ein Stresstest bringen, dessen Ergebnisse in der kommenden Woche erwartet werden.

Neben den Hilfen aus dem Rettungspaket stützt die EZB die Banken mit Geldern, welche sie sich unter normalen Bedingungen bei Konkurrenten besorgen würden. Die Notenbank will diese Hilfen langsam zurückfahren.

Quelle: rts