Dank höherer SteuereinnahmenIrlands Defizit schrumpft
Die Iren stehen unter strenger Beobachtung, was ihre Haushaltsdisziplin anbelangt: die Staatsausgaben müssen deutlich sinken und die Einnahmen deutlich mehr werden. Jetzt macht die grüne Inseln allen Unkenrufen zum Trotz doch einmal mit einer Erfolgmeldung von sich reden.
Irlands Haushaltsdefizit ist im November erstmals in diesem Jahr leicht zurückgegangen. Damit ist das Land auf bestem Wege zur Einhaltung seiner selbst gesteckten Etatziele.
Nach Angaben des Finanzministeriums schrumpfte das Defizit dank höherer Steuereinnahmen auf 13,3 Mrd. Euro. Ende Oktober hatte es noch 14,4 Mrd. Euro betragen, vor einem Jahr sogar 22,1 Mrd. Euro. Im Gesamtjahr 2010 peilt die irische Regierung eine Neuverschuldung von 18,8 Mrd. Euro an.
Das irische Haushaltsdefizit ist im Sog der Bankenkrise explodiert und übersteigt dieses Jahr die im Maastricht-Vertrag festgelegte Obergrenze von drei Prozent der Wirtschaftsleistung um ein Vielfaches. Im Gegenzug für Hilfen gibt die EU dem Land bis 2015 Zeit, es wieder unter diese Schwelle zu drücken.