Wirtschaft
Ankurbelung der japanischen Wirtschaft.
Ankurbelung der japanischen Wirtschaft.(Foto: picture alliance / dpa)

Notenbank legt nach: Japan befeuert aggressive Geldpolitik

Die japanische Notenbank ergänzt ihre lockere Geldpolitik um längerlaufende Papiere. Nach wie vor kämpft die Bank of Japan (BoJ) gegen die Deflationsspirale aus fallenden Preisen und sinkenden Löhnen an.

Japans Notenbank lockert ihre Geldpolitik weiter. Zwar bekräftigte die Bank of Japan (BoJ), kurz nachdem die US-Notenbank Federal Reserve die Zügel anzog, ihr Programm zum Ankauf von Anleihen und Wertpapieren von jährlich 80 Billionen Yen (etwa 600 Milliarden Euro). Sie verlängerte allerdings die Haltedauer der Papiere auf bis zu zwölf Jahre von zuvor bis zu zehn Jahre. Zudem sollen mehr risikoreichere Papiere gekauft werden.

Die Schritte sollten das bestehende Programm zur Ankurbelung der Wirtschaft unterstützen, erläuterte die BoJ. Am Aktienmarkt wurde die Entscheidung zunächst positiv aufgenommen, der Nikkei -Index legte über zwei Prozent zu. Im Verlauf gab er die Gewinne jedoch wieder ab und rutschte ins Minus.

Die Notenbank pumpt so viel Geld in die Wirtschaft, um der Deflationsspirale aus fallenden Preisen und sinkenden Löhnen zu entkommen. In einer solchen Situation schieben Verbraucher in der Erwartung immer niedrigerer Preise Käufe auf, die Gewinne der Firmen sinken, die deshalb Investitionen hinauszögern - die Wirtschaft wird nachhaltig gelähmt. Zuletzt hat die Zentralbank trotz Rezession und schwächelnder Exporte auf neue Konjunkturhilfen verzichtet.

In den USA hatte die Fed vor zwei Tagen die Zinswende ein und beendete mit der ersten Zinserhöhung seit fast zehn Jahren die Ära des billigen Geldes.

Quelle: n-tv.de

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