Wirtschaft

Neue VW-VorzugsaktienKleinaktionäre schlagen zu

14.04.2010, 16:39 Uhr

Bei Volkswagen decken sich die Kleinaktionäre mit neuen Vorzugsaktien ein. Nach Angaben aus Wolfsburg haben 99,3 Prozent ihre Bezugsrechte wahrgenommen.

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(Foto: AP)

Die Kleinaktionäre von Volkswagen haben bei der Kapitalerhöhung in großem Stil zugegriffen. Sie kauften fast sämtliche der ihnen angebotenen neuen Vorzugsaktien. 99,3 Prozent hätten ihre Bezugsrechte wahrgenommen, teilte Europas größter Autobauer mit.

Institutionelle Anleger müssen nun rund 17,4 Millionen ihnen zunächst unter Vorbehalt zugeteilte Anteilscheine freigeben. Die mit der Transaktion betrauten Banken hatten zunächst alle 65 Millionen Aktien aus der Kapitalerhöhung bei Investoren platziert, allerdings unter dem Vorbehalt, dass Kleinaktionäre ihre Bezugsrechte geltend machen können.

Die Großaktionäre Porsche, Niedersachsen und Katar, die zusammen rund 90 Prozent der stimmberechtigten Stammaktien halten, hatten auf ihre Bezugsrechte verzichtet, um die Platzierung zu erleichtern. Durch die Kapitalerhöhung nimmt Volkswagen 4,1 Milliarden Euro ein, die beim Konzernausbau eingesetzt werden sollen. Zugleich soll dadurch das Kreditrating bewahrt werden.

Den hoch verschuldeten Sportwagenbauer Porsche will Volkswagen im nächsten Jahr eingliedern. Die gesamte Übernahme einschließlich der Vertriebsgesellschaft Porsche Salzburg lassen sich die Wolfsburger rund 16 Milliarden Euro kosten. Analysten erwarten deshalb, dass Volkswagen den Kapitalmarkt in absehbarer Zeit wieder anzapfen wird.

Quelle: rts