Unstillbarer RohstoffhungerKohle für China

Das rohstoffhungrige China beschert Australiens Bergbaukonzern Resourcehouse einen satten Auftrag. Resourcehouse schließt mit der Volksrepublik einen langfristigen Vertrag zur Kohlelieferung im Volumen von 60 Mrd. Dollar ab.
Über einen Zeitraum von 20 Jahren werde Resourcehouse 30 Mio. Tonnen Kohle jährlich an China liefern, kündigte Vorstandschef Clive Palmer an. Demnach handelt es sich um den größten Exportauftrag in der Geschichte Australiens.
China ist zwar selbst größter Kohleproduzent der Welt. Aufgrund seines rasant wachsenden Bedarfs ist das Land aber zunehmend auf Importe angewiesen. Fast ein Drittel und damit den größten Anteil daran lieferte im vergangenen Jahr Australien mit rund 44 Mio. Tonnen.
Börsengang in Hongkong
Das Auftragsvolumen bedeutet für Resourcehouse nach Angaben eines Sprechers einen Investitionsaufwand etwa in Förderanlagen von zwei Mrd. Dollar. Vorstandschef Palmer, der als fünftreichster Australier gilt, will Resourcehouse im März in Hongkong an die Börse bringen, um sich frisches Kapital für einen Ausbau der Kohle-, aber auch Erz- und Ölförderung zu beschaffen.
Die Kohle für China soll vor allem aus dem australischen Bundesland Queensland kommen. Nach Angaben der dortigen Regierung sichert der Auftrag zehntausende Arbeitsplätze. Mit einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum des gemeinsamen Handelsvolumens um fast ein Viertel in den vergangenen fünf Jahren ist die Volksrepublik auf dem Weg, demnächst Japan als größten Handelspartner Australiens abzulösen.